Die Verblödung der Gesellschaft in Österreich schreitet voran
Vor 25 Jahren erschütterte der PISA-Schock das Land. Damals ergab eine internationale Studie, dass österreichische Schüler im Vergleich zu anderen entwickelten OECD-Staaten unterdurchschnittlich abschneiden. Inzwischen können 15-Jährige, insbesondere aus dem Migrantenmilieu, noch schlechter lesen, liegen aber über dem Mittelmaß der 91 teilnehmenden Industriestaaten rund um den Globus. Die anderen sind tiefer abgerutscht. Ein schwacher Trost.
Fatalismus macht sich breit
Schockiert ist von den PISA-Ergebnissen niemand mehr. Es macht sich eher Fatalismus breit. Die Gesellschaft verlernt zusehends das sinnerfassende Lesen, und fast alle zucken mit den Schultern. An den Universitäten stöhnen sogar in der Germanistik Professoren über Studenten, die weder willens noch fähig sind, Bücher zu lesen. Zu anstrengend, zu komplex, zu zeitraubend. ChatGPT spuckt in Sekundenschnelle den Kurzinhalt von Wälzern aus. Wer mag sich da noch der Mühe unterziehen, Schmöker durchzuackern?
Die Aufmerksamkeitsspanne reicht bei den meisten ohnehin nicht mehr für Texte, die über das Social-Media-Häppchenformat hinausgehen. Die Smartphone-Kultur hat Spuren hinterlassen. Es scheint fast, als wären Gehirne inzwischen aufs flatterhafte Scrollen und Wischen konditioniert. Auch so kann man viel über die Welt........
