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Bauwunsch von Rossmann und Magro mit Füßen getreten: Der Stolzenauer Ratsentscheid verbaut Perspektiven

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19.03.2026

Einzelhandel in Stolzenau: Rat nimmt Rossmann und Magro Perspektiven

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Und schon wieder: Der Stolzenauer Rat lehnt einen Neubau von Rossmann und Magro am Edeka-Center ab. Für die Zukunft des Ortes ist das keine gute Entwicklung, kommentiert Jörn Graue.

Stolzenau. Wenn 25 Zuhörerinnen und Zuhörer an einer Ratssitzung teilnehmen und sich in der Bürgerfragestunde einbringen, dann zeigt das: Die Entwicklung vor der eigenen Haustür interessiert. Das Thema Einzelhandel erwies sich in Stolzenau am Mittwochabend (18. März) buchstäblich als Frequenzbringer.

Erneut befasste sich das Gremium mit den Neubauplänen von Rossmann und Magro/M-Line hinter dem Edeka-Center im Gewerbegebiet-West auf dem früheren Kasernengelände. Wie bereits im vergangenen Oktober zielte die Argumentation der CDU-Fraktion zu großen Teilen auf eine Stärkung des Ortskerns ab. Demnach solle Rossmann auf der freien Fläche beim Rewe an der „Allee“ bauen. Die Ansiedlung dort sei darüber hinaus rechtssicher und würde den Ortskern beleben.

Rossmann hält Fläche bei Rewe im Ortskern für zu klein und will dort nicht bauen

Diese bestenfalls formallogische Argumentationsweise verkennt: Schon im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass Rossmann die besagte Fläche schlicht zu klein sei. Dass mit Willi Menze nur ein einzelner Ratsherr auf diesem zwar simplen, aber sehr wichtigen Umstand hinwies, spricht schon Bände. Denn mal ehrlich: Wer baut auf einer Fläche, die ihm nicht passt?! Das tut weder ein Unternehmen noch der Normalbüger.

Noch gravierender ist die Frage nach einer echten Perspektive für Rossmann und Magro/M-Line. Die Drogeriemarktkette bekommt eine, die sie nicht will. Das Handelsunternehmen mit Sitz aus Uchte, das seit Jahrzehnten in Stolzenau ansässig ist, bekommt keine. Unabhängige, Grüne, SPD und Einzelbewerber konnten sich nicht damit durchsetzen, für beide Unternehmen eine Perspektive am Edeka-Center zu schaffen.

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Damit hat die CDU den Status quo in Stolzenau zementiert und verhindert mit ihrem Mehrheitsvotum zwei Neubauten aus dem Bereich Einzelhandel. Für Stolzenaus Zukunft ist das nicht gut.


© Die Harke