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Der Kanzler sollte nicht mit Emotionen spielen

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01.04.2026

Kanzler Merz nennt Zahl zur Rückkehr von Syrern – Syriens Machthaber widerspricht klar

Der Kanzler sollte nicht mit Emotionen spielen

Der Bundeskanzler und Syriens Machthaber widersprechen sich bei einer umstrittenen Zahl für die Rückkehr von Geflüchteten. Das ist nicht nur eine ärgerliche Ungenauigkeit, sondern ein grundsätzliches Problem. Die Wahrheit ist zu kostbar für ein Spiel mit Emotionen.

Manchmal reicht ein Satz, um Dinge kippen zu lassen. Friedrich Merz ist das gerade passiert, mal wieder, muss man leider hinzufügen.

Beim Besuch des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa in Berlin war die Botschaft eigentlich gesetzt: Nach Jahrzehnten der Diktatur entwickelt sich Syrien unter der Übergangsregierung, die wegen der Islamistisch-terroristischen Vergangenheit al-Scharaas misstrauisch beäugt wird, endlich wieder gut. Und Deutschland unterstützt dabei nach Kräften. Bei all den Krisen und Kriegen wäre das mal eine positive Nachricht gewesen.

Aber Merz verstieg sich in der Pressekonferenz zu einer Zahl, die er erst sich und al-Scharaa, dann im Nachhinein dem Syrer alleine zuordnete: 80 Prozent der Geflüchteten........

© Die Harke