menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Hackerangriff auf Berliner Verwaltung: Der Daten-Leak war ein Anschlag, die Reaktion des Senats ein Skandal

32 0
05.09.2026

Es ist eine Bombe, die da explodiert ist, am Freitag. Metaphorisch in dem Sinne, dass eine Hackerorganisation Daten aus der Berliner Verwaltung abgegriffen hatte. Über Tage. Unentdeckt. Und Lösegeld gefordert hatte. Berlin zahlte richtigerweise nicht. Und die Erpresser stellten die Dateien ins Darknet.

Es ist der größte IT-Sicherheitsvorfall der Hauptstadt – und obwohl der Senat wusste, dass er die Forderungen der Erpresser natürlich nicht erfüllen darf, steht er nun ohne Plan da. Über so etwas kann und sollte Spitzenpersonal stürzen.

Andererseits, und weit entfernt von Metaphern, sind die Daten gefährlich. Ihre Veröffentlichung ist ein echter Anschlag auf die Sicherheit in der Hauptstadt. Der Tagesspiegel konnte bisher nur einen Bruchteil der über 1,4 Millionen Dateien auswerten. Doch nach allem, was wir einsehen konnten, sind darunter auch Daten, die zur Vorbereitung eines Anschlags genutzt werden könnten.

Sidney Gennies ist stellvertretender Chefredakteur des Tagesspiegels. Er meint: Die Veröffentlichung der Daten ist ein Verbrechen. Aber dass es geschehen konnte, ist ein politischer Skandal.

Da geht es um interne Vermerke, die Schwachstellen in der Berliner Infrastruktur offenlegen. Vertrauliche Pläne für den Verteidigungsfall. Private Handynummern und Adressen der Personen, die im........

© Der Tagesspiegel