Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern: Ich oder die AfD
Huch, dieses große Duell am Mittwochabend in Schwerin war wohl eher ein Duellchen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zeigte sich im finalen TV-Schlagabtausch vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern zwar angriffslustig, konnte aber kaum Wirkungstreffer setzen.
Ihr in den Umfragen nur noch knapp führender Herausforderer Leif-Erik Holm wirkte für einen AfD-Politiker wieder erstaunlich gemäßigt und versuchte sich hauptsächlich in Ausweichmanövern.
Das immerhin hat der ehemalige Radiomoderator gemein mit seinem Vorbild, dem Stimmenvertriebler Ulrich Siegmund aus Sachsen-Anhalt: Zur konkreten Lösung von Problemen befragt, weichen die Rechtsaußenpopulisten allzu oft in die pointierte Beschreibung eben dieser Probleme aus.
Robert Ide schreibt unter anderem die Newsletter „Checkpoint“ und „Im Osten“. Er ist Buchautor, Moderator und Experte zur deutschen Einheit.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der derzeit gegen seinen eigenen Machtverfall ankämpfen muss und dessen politische Zukunft auch vom Wahlergebnis am Sonntagabend im Nordosten abhängt, würde gut daran tun, sich dieses Duell noch einmal nachträglich anzusehen. Denn die hier diskutierten Themen sind wichtige Strukturfragen des Ostens und vieler ländlicher Regionen im gesamten Land.
Strukturschwächen im ländlichen Raum lassen sich nur durch grundlegende Reformen und neue........
