Hackerangriffe und abgeschaltete Websites: Das Internet ist längst ein öffentliches Gut – der Staat sollte es auch so behandeln
Wann haben Sie das letzte Mal eine E-Mail an eine Behörde geschickt? Eine Frage zu einer Baustelle, eine Beschwerde über einen Strafzettel? Oder standen Sie vielleicht mit einer Partei in Kontakt?
In den vergangenen Monaten gab es gleich zwei große Datenlecks in Deutschland. Russische Hacker erpressten die Berliner Verwaltung und stellten schließlich Hunderttausende Dokumente ins Darknet. Diese Woche veröffentlichten Hacker 617.000 Dateien von Servern der AfD.
So unterschiedlich die Motive hinter dem Hack sein dürften: Betroffen sind nicht nur die Angegriffenen, sondern potenziell alle, die mit ihnen zu tun hatten oder haben: Angestellte, Geschäftspartner, einfache Bürgerinnen und Bürger.
Nina Breher leitet das Tagesspiegel Innovation Lab, in dem Journalismus, Datenanalyse und Softwareentwicklung zusammenkommen. Sie sagt: Wer die Daten anderer verwaltet, sollte nur speichern, was er auch wirklich benötigt. Denn sicher ist nichts mehr.
Dass es zuletzt mehrere solcher Angriffe gab, ist kein Zufall. Im Gegenteil ist es eher ein Vorzeichen: So könnte die neue Normalität aussehen. Künstliche Intelligenz verändert und beschleunigt vieles, auch das digitale Wettrüsten zwischen Angreifern und Verteidigern. Die Entwicklung dürfte erst am Anfang stehen. Und gerade staatliche Institutionen sind durch ihre Behäbigkeit nicht gut vorbereitet, darauf zu reagieren.
Die Frage ist........
