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Eine Ode an die Sömmeringhalle: Null Komfort, viel Stimmung und West-Berliner Charme

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02.03.2026

Die Sömmeringhalle entspricht ziemlich genau dem Gegenteil dessen, was sich Profisportvereine heutzutage von ihren Spielstätten wünschen. Sie ist alt, sie ist unbequem, die Kabinen sind klein, die Toiletten stinken, überall ist grauer Beton, und es gibt keine komfortablen VIP-Bereiche. Peter Fox könnte seine berühmten Zeilen genau hier geschrieben haben, wenn er singt: „Berlin, du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau.“

Julian Graeber hat vor vielen Jahren in der Sömmeringhalle Fußball gespielt, allerdings vor fast leeren Rängen. Er meint: Wenn sie ausverkauft ist, braucht sich die Halle stimmungsmäßig nicht vor den modernen Arenen zu verstecken.

1964 gebaut als damals größte reine Sporthalle West-Berlins, war sie schon Anfang der 90er Jahre, als die Männer von Alba Berlin hier ihre ersten Schritte machten, aus der Zeit gefallen und schnell zu klein. Lange fristete die Sporthalle Charlottenburg, wie sie offiziell heißt, ein eher trauriges Dasein........

© Der Tagesspiegel