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Einheitliche Mehrwertsteuer: Schluss mit den Sonderregeln und der Gießkannen-Politik

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07.08.2026

Peer Steinbrück begründete die Einführung der Abgeltungsteuer einst mit den Worten: „Lieber 25 Prozent von x, als 42 Prozent von nix.“ Übertragen auf eine mögliche Reform der Mehrwertsteuer könnte ein Leitsatz für seinen Nachfolger Lars Klingbeil sein: Lieber 19 Prozent von x, als sieben Prozent von irgendwas – selbst wenn niemand mehr versteht, warum.

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat mit seiner Forderung, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz abzuschaffen und künftig alle Produkte einheitlich mit 19 Prozent zu besteuern, eine wichtige Debatte angestoßen. Dass Union und SPD sie reflexhaft abmoderieren wollen, war zu erwarten.

Denn sie kommt zur Unzeit. Nicht nur, weil drei Landtagswahlen anstehen. Schon jetzt........

© Der Tagesspiegel