Neuer „Weltlage“-Newsletter: Dann spricht Rubio eine Warnung aus, die von Vance stammen könnte
Herzlich willkommen zur „Weltlage“ am Samstagabend, quasi zur Halbzeit der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Nach dem mit Spannung erwarteten Auftritt von US-Außenminister Marco Rubio vor wenigen Stunden ist die Welt für einige wieder in Ordnung. Aber ist sie das? Er habe Seufzer der Erleichterung gehört, sagt Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der MSC, nach Rubios Rede.
Ein Jahr zuvor hatte US-Vizepräsident JD Vance die Europäer am gleichen Ort mit seinen Aussagen zu Migration und Meinungsfreiheit schockiert. „Damage Control“: So hatten Insider Rubios Aufgabe beschrieben. Er lieferte weit mehr: eine Liebeserklärung an Europa. Aber er knüpft sie an Bedingungen.
Den „Weltlage“-Newsletter können Sie hier abonnieren.
Drei Großthemen standen am Freitag und Samstag in München im Fokus.
Erstens: Hat die transatlantische Partnerschaft in Zeiten von Donald Trump noch eine Zukunft? Lässt sich reparieren, was da teils gedankenlos, teils mutwillig zerstört wurde? Oder muss das Verhältnis von Grund auf neu gebaut werden – was auch heißt, dass Europa eine Sicherheitsarchitektur bauen muss, in der es sich ohne US-Schutz behaupten kann?
Zweitens: die Ukraine. „Wie dieser Krieg endet, ist die Schicksalsfrage schlechthin“, hatte Ischinger im Interview mit dem Tagesspiegel gesagt. Nach einem Waffenstillstand wächst die Gefahr, dass Wladimir Putin die Nato im Baltikum angreift.
Drittens: Ist Europa inzwischen besser gewappnet? Die meisten Regierungen haben sehr viel Geld für Verteidigung bewilligt. Aber wie daraus militärische Fähigkeiten werden, die Putin abschrecken, ist umstritten. Auch in München waren Meinungsverschiedenheiten zwischen Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unübersehbar, wie ich hier kommentiere.
Wir wollen die Zukunft mit euch gestalten: unseren geschätzten Verbündeten und ältesten Freunden.
Wir wollen die Zukunft mit euch gestalten: unseren geschätzten Verbündeten und ältesten Freunden.
US-Außenminister Marco Rubio in München
Inmitten all dieser Gefühle – Empörung über Trump/Vance, Hoffnung auf Frieden in der Ukraine samt Angst vor einem Folgekrieg, Zweifel an Europa – ging Rubios Rede weit über Schadensbegrenzung hinaus. „Wir wollen die Zukunft mit euch gestalten:........
