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Entwicklung außer Kontrolle?: Wir brauchen einen Atomwaffensperrvertrag für Künstliche Intelligenz

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14.09.2026

Sie kennen das sicher auch. Da will man ein Alltagsproblem mit KI lösen, aber die Künstliche Intelligenz versagt. Scheitert an einem profanen Bild, einer Excel-Tabelle. Spuckt Fehler aus. Halluziniert immer noch. Der erste Gedanke: Das kann nicht das Ende der Welt sein.

Nur ist das ein Trugschluss. Dass die KI bisher nicht alle Probleme des Alltags löst, ist meistens weniger ein Problem der KI, als eines von uns, den Anwendern. Die KI verbessert sich in einem Höllentempo. Wobei man mittlerweile nicht mehr zwingend von „verbessern“ sprechen kann. Die KI lernt von sich selbst und entkoppelt sich damit möglicherweise von jeglichen humanen Grenzen.

Führende KI-Unternehmer, Experten, Menschen, die mit KI unendlich reich geworden sind, warnen immer lauter vor den Gefahren der Technologie. Allen voran Anthropic-Chef Dario Amodei. Er schreibt in einem jüngsten Blogbeitrag, dass die KI innerhalb von sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das Internet so zu übernehmen, dass ein immenser Schaden entstehen könnte.

Christian Tretbar ist Chefredakteur des Tagesspiegels. Den Kampf um die menschliche Hoheit über die KI sieht er noch nicht entschieden.

Anlass ist ein Vorfall beim Kontrahenten OpenAI. Dort hat eine Horde KI-Agenten die Kontrolle übernommen........

© Der Tagesspiegel