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Merz verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland: Der Kanzler tut das Richtige

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23.05.2026

Friedrich Merz hat es nicht leicht, weil er es sich selbst oft schwer macht. Ankündigungen weitreichender Reformen werden sogleich im verbalen Koalitions-Hickhack geschreddert.

Oft findet der Kanzler zudem nicht die richtigen Worte, sondern verprellt die Menschen in Deutschland, zum Beispiel mit seinem Verweis auf „Probleme im Stadtbild“.

Auch außenpolitisch schafft er es, Partner und Verbündete mit seinen nicht abgesprochenen Vorstößen zu überraschen. Undiplomatisch gehe der CDU-Chef zuweilen vor, heißt es dann. Dieser Vorwurf mag mitunter zutreffen, aber eben nicht immer.

Christian Böhme leitet das Ressort Internationale Politik. Er hält die Siedlungspolitik und die Gewalt von jüdischen Extremisten für großes Unrecht, ebenso wie Kanzler Merz.

War es denn etwa grundfalsch, dass Merz den USA vorhielt, sie seien ohne Strategie in den Krieg gegen den Iran gezogen? Dass die Vereinigten Staaten durch die iranische Staatsführung gedemütigt werden? Nein, diese Analyse teilen viele Beobachter und Analysten.

Vollkommen korrekt und gerechtfertigt ist auch seine jüngste Bestandsaufnahme der Siedlergewalt im Westjordanland. Merz........

© Der Tagesspiegel