Schwarze Zahlen bei der Bahn: Ein kleiner Schlag gegen den um sich greifenden Pessimismus im Land
Vorstandschefin Evelyn Palla hat es in den vergangenen Monaten immer wieder angekündigt. Aber als die Meldung am Donnerstagmorgen im Radio lief, dürfte sie viele dennoch überrascht haben: Die Deutsche Bahn (DB) hat im ersten Halbjahr 2026 zum ersten Mal seit 2019 wieder Gewinn gemacht – 147 Millionen Euro waren es nach Steuern. Auch zum Jahresende sollen unterm Strich schwarze Zahlen stehen.
Endlich einmal gute Nachrichten von der DB: Daran muss sich die Öffentlichkeit erst wieder gewöhnen. Oft hieß es zuletzt, die unzuverlässige, peinliche Deutsche Bahn sei ein Symptom für den Untergang des ganzen Landes, für Staatsversagen.
Dieses Urteil hat sich auch der inzwischen abgelöste Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zu eigen gemacht. Die Einschätzung ist in vielen Punkten durchaus berechtigt – dazu später mehr. Aber aus diesen drastischen Worten sprach auch immer eine Lust am wohligen Grusel darüber, dass hierzulande gar nichts mehr funktioniere. Dabei hat Deutschland bei allen Problemen noch immer eines der ausgedehntesten und am dichtesten befahrenen Eisenbahnnetze der Welt.
Das Sparprogramm wirkt
Die Halbjahreszahlen des Untergangssymbols Deutsche Bahn zeigen den Pessimisten nun: Dinge können sich auch wieder bessern. Langsam zwar, nicht durchgreifend, nur teilweise –........
