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„Sie haben sich den Staat zu Beute gemacht“: Die CDU-Fördergeldaffäre macht unsere Community wütend

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05.03.2026

Die Berliner Fördergeldaffäre rund um CDU-Politiker beschäftigt nun auch das Abgeordnetenhaus. Interne Chatverläufe, die dem Tagesspiegel vorliegen, zeigen, wie der CDU-Abgeordnete Christian Goiny und Fraktionschef Dirk Stettner über Wochen hinweg Druck auf Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ausgeübt haben sollen, Fördermittel für bestimmte Projekte freizugeben. Im Raum steht der Verdacht, dass Gelder zur Antisemitismusbekämpfung – insgesamt rund 2,6 Millionen Euro – politisch gesteuert und teilweise an CDU-nahe Initiativen vergeben werden sollten.

Die Nachrichten enthalten laut Bericht deutliche Forderungen, Kritik an Verwaltungsmitarbeitern und sogar Vorschläge zu dienstrechtlichen Konsequenzen. Während Goiny und Stettner die Vorwürfe zurückweisen, soll ein Untersuchungsausschuss klären, ob hier politische Einflussnahme auf Verwaltungshandeln stattfand und ob Förderentscheidungen sachgerecht getroffen wurden.

Unsere Leserinnen und Leser reagieren mit Empörung, Fassungslosigkeit und scharfer Kritik an politischer Einflussnahme. Viele stellen grundlegende Fragen nach Machtverständnis, Verantwortung und demokratischen Prinzipien. Andere fordern strengere Regeln und persönliche Haftung für politisches Fehlverhalten.

Die Tagesspiegel-Community

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, wir freuen uns über konstruktive Debatten, die wir gerne allen Tagesspiegel-Leserinnen und -Lesern präsentieren. Bringen Sie Ihre Perspektive ein und bereichern auch Sie den demokratischen Diskurs. Klicken Sie hierfür auf die Sprechblase – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Lesen Sie hier eine redaktionelle Auswahl von Stimmen aus der Tagesspiegel-Community.

JeanLuc7Abgesehen davon, dass inzwischen zumindest der Senatorin wohl auch strafrechtliche Konsequenzen drohen: Goiny und Stettner müssten sofort zurücktreten. Sowas kann man nicht durchgehen lassen. Allein schon die Anmaßung, einer Senatorin (Exekutive) aus dem Abgeordnetenhaus (Legislative) Vorschriften machen zu wollen – hat Goiny denn als Jurist tatsächlich alles vergessen, was er im Studium über Gewaltenteilung gelernt hat?

DiogenesWas in diesen Chats durchscheint, ist nicht Engagement, sondern ein Machtverständnis à la „Wir bestimmen, die Verwaltung liefert…“ inkl. Druck, Drohkulisse und dem schnellen Ruf nach dienstrechtlichen Maßnahmen gegen alle, die rechts- und fachkonform prüfen wollen.

In Deutschland fehlt das, was solche Übergriffigkeit spürbar bremsen würde: persönliche Haftung.

In Deutschland fehlt das, was solche Übergriffigkeit spürbar bremsen würde: persönliche Haftung.

Meint Tagesspiegel-Leser Diogenes

Genau diese Prüfung ist aber kein Luxus, sondern der Mindeststandard, wenn es um Millionen aus öffentlichen........

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