Bauen mit dem Bund? Bitte nicht noch eine Wohnungsbaugesellschaft
Schneller, schöner, schlauer: Bayerische Ministerpräsidenten feiern den Freistaat (und sich selbst) gerne als Vorbilder für den Rest der Republik. Im Wohnungsbau allerdings ist das Gegenteil der Fall. 10.000 Wohnungen sollte die landeseigene Bayernheim GmbH bis Ende vergangenen Jahres in ihrem Bestand haben. Inzwischen hat sie ihre eigenen Erwartungen auf wenig vorbildliche 3700 Einheiten bis Ende 2026 heruntergeschraubt, von denen die Hälfte auch nicht neu gebaut, sondern von privaten Trägern gekauft sein werden.
Ungeachtet dieser Erfahrungen hat die SPD in das Reformpaket der Koalition den Aufbau einer bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft hinein verhandelt – einer Bundesheim, wenn man so will. Sich davon eine spürbare Entlastung für den Wohnungsmarkt in Ballungsräumen zu versprechen, ist allerdings reichlich naiv. Abgesehen davon, dass es in Deutschland bereits rund 800 kommunale Wohnungsunternehmen gibt, die dem Problem auch nicht........
