Leiden im Kantonsspital: Wann ist heiss endlich heiss genug?
Leiden im Kantonsspital: Wann ist heiss endlich heiss genug?
Von Philipp Indermühle
Spitäler und Pflegeeinrichtungen sind oft erschreckend schlecht für Hitzewellen gerüstet. Was das bedeutet, musste der Autor dieser Zeilen persönlich erfahren.
Vor einigen Tagen im Kantonsspital Aarau. Auf der Station liegt ein naher Angehöriger. Er leidet. Wegen der unheilbaren Krankheit, welche sein Todesurteil bedeutet. Aber auch wegen der Hitze. Die Fenster sind geschlossen, die Storen aber offen. Die Hitze drückt durch die aufgewärmten Fenster ins Zimmer.
Trinken ist wichtig, hilft geschwächten Patienten bei einer Hitzewelle aber nur wenig.
Auf den Gängen ist es nicht wirklich kühler. Eine Klimaanlage gibt es offenbar nicht. Ob es überhaupt eine Art von Lüftung gibt, welche die Innenluft theoretisch herunterkühlt, weiss ich nicht. Wenn ja, ist es meilenweit von ausreichend entfernt. Denn Tatsache ist, dass ich und die anderen Besucher schwitzen. Und wenn wir schwitzen, bedeutet das, dass diejenigen Patienten, welche die meiste Zeit des Tages im Bett liegen müssen, leiden.
So wie mein naher Angehöriger. Es tut weh, ihn so zu sehen. Schwach und........
