Nachhaltigkeit ist ein (roter) Faden
Ich muss es gestehen: Ich hänge seit ein paar Monaten wieder an der Nadel. Alle paar Jahre habe ich extreme Strickanwandlungen und mir wandern diverse Pullover, Schals und Mützen von den Nadeln (nur Sockenfersen sind immer noch mein Endgegner). Gelernt habe ich es als Kind von Oma, so wie es sich gehört – schon zu Volksschulzeiten massenproduzierte ich unbrauchbare, weil löchrige Topflappen, die ich mit leuchtenden Augen meiner Mama schenkte, und „Schals“ für meine Puppen, in die man sie ganzkörperlich einwickeln konnte. Gestern dafür wurde mein derzeitiges Meisterstück, ein roter Rollkragenpullover, fertig. Einer, der denen im Laden nur auf den zweiten Blick nachsteht – was mich ordentlich stolz macht.
In den letzten Jahren überkam es mich immer wieder mal, dann ruhten die Wollvorräte und Stricknadeln wieder zwei, drei Jahre lang. Momentan: Gaaaanz heftige Strickphase. Und Social Media ist nicht unschuldig daran – eine Dänin feiert gerade Welterfolge mit ihren Strickanleitungen, die so einfach sind, dass auch Nunus sie verstehen, während sie sich die neue Staffel Stranger Things reinziehen. Die einfachste ihrer Anleitungen, der Sophie Scarf, hat sich bereits millionenfach verkauft – bei knapp 5 Euro pro Anleitung definitiv ein sehr gutes Einkommen für die Dame. Und ja, Stricken ist zum Milliardengeschäft geworden. Was ich für ein bisschen widersprüchlich........
