„Das wichtigste Medikament ist das, das gerade fehlt“
Psychopharmaka-Lieferengpässe verursachen gravierende Probleme, da Patient:innen oft nicht einfach auf Alternativen umsteigen können.
Informationsmangel über Lieferprobleme erschwert Apotheken und Ärzt:innen die Versorgung und führt zu großem organisatorischem Aufwand.
Niedrige Medikamentenpreise und Export führen zu Versorgungsengpässen, Apotheken arbeiten oft defizitär und sind am Limit.
Rund 74.000 Medikamentenpackungen fehlen aktuell in Österreich
33 % der lieferkritischen Wirkstoffe betreffen das Nervensystem und damit auch Psychopharmaka
Seit 21. April 2025 müssen 400 umsatzstärkste Packungen für 4 Monate gelagert werden
10 % der Österreicher:innen nehmen jährlich zeitweise Psychopharmaka ein
Psychopharmaka-Lieferengpässe verursachen gravierende Probleme, da Patient:innen oft nicht einfach auf Alternativen umsteigen können.
Informationsmangel über Lieferprobleme erschwert Apotheken und Ärzt:innen die Versorgung und führt zu großem organisatorischem Aufwand.
Niedrige Medikamentenpreise und Export führen zu Versorgungsengpässen, Apotheken arbeiten oft defizitär und sind am Limit.
Rund 74.000 Medikamentenpackungen fehlen aktuell in Österreich
33 % der lieferkritischen Wirkstoffe betreffen das Nervensystem und damit auch Psychopharmaka
Seit 21. April 2025 müssen 400 umsatzstärkste Packungen für 4 Monate gelagert werden
10 % der Österreicher:innen nehmen jährlich zeitweise Psychopharmaka ein
Stell dir vor, ein schwerer Schicksalsschlag hat dein Leben erschüttert, aber eine kleine Tablette jeden Morgen ermöglicht dir ein weitgehend unbeschwertes Leben. Nein, das ist keine Werbeeinschaltung, sondern eine Beschreibung der Lebensrealität von geschätzt zehn Prozent der Menschen in Österreich, die innerhalb eines Jahres zumindest zeitweise ärztlich verschriebene Psychopharmaka einnehmen. So, und nun stell dir vor, du weißt, wie wichtig dein Antidepressivum ist, holst deshalb immer rechtzeitig das neue Rezept – und erfährst dann in der Apotheke, dass dein Medikament schon wieder nicht verfügbar ist.
Kennst du schon?: Reformpartnerschaft im Check: Gesundheit
Was bei einem Fiebersenker oder einem Blutdruckmittel nicht weiter tragisch ist, weil es genügend Alternativen gibt, kann bei Psychopharmaka große Probleme mit sich bringen. „Da kann man nicht so einfach von einer Substanz zur anderen wechseln, weil man erst mühevoll auf ein Medikament eingestellt werden muss“, erklärt Alex Hofer, Obmann der Österreichischen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie und Neuropsychopharmakologie (ÖGBPN).
Eine sehr sensible und vulnerable Personengruppe
So geschehen bei jenem Patienten, dessen Fall ein Apotheker der WZ schildert. Weil nicht absehbar war, wann sein Antidepressivum wieder verfügbar sein würde, musste der Betroffene trotz aller Bedenken dann aber doch auf ein anderes umsteigen. Ein im wahrsten Sinn des Wortes nervenaufreibender Prozess, über den er selbst lieber nicht mit uns sprechen will – so wie mehrere andere Patient:innen, denen es ähnlich ergangen ist: zum Beispiel eine Jugendliche, die ihr ADHS-Mittel plötzlich nicht mehr bekam, oder ein Mittvierziger, der seit Monaten auf seine Antipsychotikum-Spritze wartet und ein wirkstoffgleiches Präparat verweigert, weil er Angst hat, dass er es nicht so gut verträgt.
Mehr zum Thema Medikamente kannst du hier im Podcast hören:
#4 Was los? Mit unseren Medikamenten
Verwunderlich ist das nicht, weil es sich um eine besonders vulnerable Personengruppe handelt. „Da ist es schon schwierig, wenn sich bloß das Aussehen der Verpackung ändert, geschweige denn der Name des Medikaments“,........
