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Mobbing am Arbeitsplatz: „Ich hatte Angst vor ihr“

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Content-Warnung: Der folgende Text behandelt Themen wie Mobbing, soziale Ausgrenzung und psychische Gewalt. Falls du darauf sensibel reagierst, lies bitte nicht weiter oder wende dich an eine vertraute Person.

„Kinder, hört nicht auf Lehrerin Dina, sie redet nur Blödsinn!“, zischt Dinas damalige Kollegin durch das Klassenzimmer und beendet damit abrupt den Unterricht. Weder die verdutzten Gesichter der Volksschulkinder noch Dina, die den Tränen nahe ist, geben ihr das Gefühl, zu weit gegangen zu sein. „Wir hören jetzt mit dem Sachunterricht auf, das Thema ist langweilig“, wirft die Kollegin noch nach. Eigentlich hatte die damals 21-jährige Dina die Stunde liebevoll vorbereitet, doch nun fühlt sie sich gedemütigt. Statt sich zu wehren, bleibt sie still, verlässt das Klassenzimmer und bricht im Gang in Tränen aus.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Dina ihren ersten Job als Teamlehrerin. Das bedeutet, dass sie gemeinsam mit der Klassenlehrerin für die Gestaltung des Unterrichts verantwortlich war. Was sie aber wirklich erhielt, waren Beleidigungen, Schikanen und nächtliche SMS-Nachrichten.

Mobbing am Arbeitsplatz ist in Österreich kein Randthema. Eine Erhebung der Statistik Austria zeigt das Ausmaß des Problems: Rund 138.000 Erwerbstätige waren im Jahr 2020 von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen. Und auch auf Social Media berichten junge Menschen davon, am Arbeitsplatz Mobbing durch Kolleg:innen zu erleben und welche Auswirkungen das auf ihre mentale Gesundheit hat. Ob Beleidigungen, das absichtliche Vorenthalten wichtiger Informationen oder gezielte Erniedrigungen – die Erfahrungen sind vielfältig.

Als Dina kurz nach ihrem Lehramtsstudium für die Primarstufe von einer Studienkollegin eine Stelle als Teamlehrerin empfohlen bekommen hatte, war sie, ohne zu zögern, an Bord. Was sie damals jedoch nicht ahnte: Mit der neuen Stelle begann für sie ein halbes Schuljahr, das von Mobbing durch ihre Arbeitskollegin geprägt war. „Sie hat mir von Anfang an klargemacht, wie ich mich zu verhalten habe“, erzählt Dina heute. Sie sollte ruhig sein, auf ihrem Platz in der Ecke sitzen und so gut wie gar nicht mit den Kindern agieren. Die Tatsache, dass sie als Teamlehrerin eine vollwertige Lehrperson war und den Unterricht mitgestalten sollte, wurde ignoriert. „Ich war jung und naiv. Ich dachte, das muss so sein.“ Bei einem Gespräch mit der Direktorin, um über die Zusammenarbeit zu reflektieren, drehte ihre Kollegin die Situation um: Dina würde von selbst nicht mitmachen wollen und faul sein. Für sie war das der erste richtige Schlag ins Gesicht.

Verrat und Konkurrenzkampf

Dass grundsätzlich etwas nicht stimmte, bemerkte die heute 30-Jährige auch, als sie ihre Kollegin auf ihren Umgang mit den Kindern ansprach. Laut Dina sei dieser grob und erniedrigend gewesen. So habe die Kollegin etwa zu einer Schülerin, die mit anderen getratscht hatte, gesagt, sie solle mit solchen Zähnen nicht so laut lachen. „Mir hat das so wehgetan, aber als ich sie darauf angesprochen habe, hat sie mich nur angeschrien, wie ich es wagen könnte, sie zu kritisieren“, so Dina. Vor........

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