Am Weg zur Schrumpfung
Bei der bisher wichtigsten (eventuell auch weil: einzigen) Wahl des Jahres, der Gemeinderatswahl in St. Pölten, war Wachstum ein großes Thema. 2024 war die niederösterreichische Landeshauptstadt ja der Bezirk in Österreich, der am stärksten an Bevölkerung zugenommen hat. Das haben nicht alle Parteien gleich gut gefunden – die Stadt-ÖVP zum Beispiel hat damit geworben, St. Pölten eine „Zuzugsbremse“ verordnen zu wollen.
Für solche Kritiker:innen der Wachstumsschmerzen an der Traisen gibt es jetzt eine gute Nachricht: St. Pölten hat 2025 seinen Spitzenplatz verloren – und zwar ausgerechnet an eine alte Konkurrentin. Wiener Neustadt, vor 40 Jahren ebenfalls im Rennen um die niederösterreichische Landeshauptstadt, ist im Vorjahr um 1,8 Prozent gewachsen und hat damit (ex aequo mit Eisenstadt) die Krone um den am schnellsten wachsenden Bezirk der Republik erobert.
Zumindest, wenn man nur die politischen Bezirke zählt; rechnet man die irregulären Bezirke Wiens mit, liegt der 22., „Donaustadt“ mit einem enormen Zuwachs von 3,2 Prozent auf Rang eins. Die Gemeinde/das Land Wien als ganzes ist aber nur um 0,7 Prozent gewachsen und damit weit weniger als Wiener Neu- und Eisenstadt.
All das geht aus der Erfassung des Bevölkerungsstands mit 1.1.2026 hervor, den die Statistik Austria diese Woche veröffentlicht hat. 9.219.113 Menschen (davon etwas über einem Fünftel Ausländer:innen) leben mit........
