Wenn der Täter August heißt
August Hanning, ehemaliger BND-Präsident, sitzt wegen mutmaßlicher Spionage für ausländische Staaten seit Oktober in Haft.
Trotz schwerwiegender Vorwürfe fehlt eine breite gesellschaftliche Debatte und mediale Skandalisierung in Deutschland.
Hanning wurde im Gegensatz zu Minderheiten lange nicht verdächtigt, was auf seine bürgerliche Herkunft und Netzwerke zurückgeführt wird.
August Hanning, 80, seit 7. Oktober in Haft
Ehemaliger BND-Präsident (1998–2005), später Staatssekretär
Vorwurf: Auskundschaften von Staatsgeheimnissen, versuchter Landesverrat
Mögliche Auftraggeber: Israel und Aserbaidschan
August Hanning, ehemaliger BND-Präsident, sitzt wegen mutmaßlicher Spionage für ausländische Staaten seit Oktober in Haft.
Trotz schwerwiegender Vorwürfe fehlt eine breite gesellschaftliche Debatte und mediale Skandalisierung in Deutschland.
Hanning wurde im Gegensatz zu Minderheiten lange nicht verdächtigt, was auf seine bürgerliche Herkunft und Netzwerke zurückgeführt wird.
August Hanning, 80, seit 7. Oktober in Haft
Ehemaliger BND-Präsident (1998–2005), später Staatssekretär
Vorwurf: Auskundschaften von Staatsgeheimnissen, versuchter Landesverrat
Mögliche Auftraggeber: Israel und Aserbaidschan
Seit dem 7. Oktober sitzt August Hanning, 80, in Haft. Seine Fotos sind mittlerweile um die Welt gegangen und zeigen einen weißhaarigen Westfalen mit Brille, Anzug und Krawatte. Hanning könnte allein schon aufgrund seiner Erscheinung für das Sinnbild eines bürgerlichen, elitären Europäers stehen. Doch sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wird der ehemalige Präsident des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND wahrscheinlich als einer der größten Spione in die Geschichte eingehen.
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Jahrelang war Hanning im Zentrum der Macht: In den 1990er-Jahren war er im Kanzleramt tätig, dann beim BND, den er von 1998 bis 2005 führte. Danach ging er zum Innenministerium und war als Staatssekretär tätig. Im Anschluss war er als Sicherheitsberater in der........
