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Musk, Bezos, Zuckerberg und Co.: Beschützt uns vor den Superreichen!

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11.03.2026

Die Superreichen werden immer reicher. Tesla-CEO Elon Musk hat sein ohnehin schon enormes Vermögen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Das ist jetzt 839 Milliarden Dollar hoch. Bei Amazon-Chef Jeff Bezos sind es 224 Milliarden Dollar. Bei Meta-Chef Mark Zuckerberg 222 Milliarden. Und was kauft man sich, wenn man alles Geld der Welt hat? Yachten, Flugzeuge, Häuser? Ja. Aber auch Einfluss auf die Politik – und das auf allerhöchster Ebene.

Musk hat das unter anderem geschafft, indem er sich die einst bedeutende Meinungsplattform Twitter, heute X, einverleibte und hier die Algorithmen so einstellte, bis sie seinem Freund und US-Präsidenten Donald Trump gefielen. Bezos hingegen hat sich die renommierte US-Tageszeitung „Washington Post“ gekauft – und greift in das redaktionelle Tagesgeschäft ein. Vor der US-Wahl 2024 verbot er, eine Wahlempfehlung für Donald Trumps Kontrahentin Kamala Harris zu drucken. Und Zuckerbergs Macht über Social Media – ihm gehören unter anderem Instagram, Facebook und Whatsapp – ist unbestritten.

Die Superreichen werden immer reicher – daran kann man wohl nichts ändern. Aber die demokratischen Parteien müssen unsere Demokratie sichern. Jetzt, bevor es zu spät ist. Bevor sich die Musks, Bezos und Zuckerbergs dieser Welt noch mehr politischen Einfluss sichern. Denn ihre Stimmen sind so viel mehr wert – im wahrsten Sinne des Wortes – als andere Wählerstimmen. Und das ist brandgefährlich, wie die Unterstützung Musks für die AfD auch hierzulande zeigt. Deshalb: Starke Gesetze müssen die freie und unabhängige Presse schützen. Und unsere Freiheit.


© Westfalenpost