Der März wird zum Schicksalsmonat für den Kanzler
Nur noch ein Prozentpunkt Abstand. Die jüngsten Umfragen aus Baden-Württemberg sagen ein dramatisches Finish vorher, der komfortable Abstand zwischen der CDU, die den Wahlsieg sicher in der Tasche glaubte, und den Grünen ist weg. Der junge CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel ist endgültig vom Grünen-Jäger zum Gejagten des Wahlkampf-Profis Özdemir mutiert. Er hat mit dem pubertären „Eva“-Video, das in den Umfragen noch keine Rolle spielen konnte, ein zusätzliches Problem auf den letzten Metern Richtung Stuttgarter Staatskanzlei.
Damit bleibt die Wahl am 8. März kein regionales politisches Ereignis. Der Urnengang von 7,7 Millionen Baden-Württembergern, darunter 650.000 Erstwähler im Alter von 16 und 17 Jahren, wird zu einer Schlüsselwahl für den Kanzler. Er muss das konservative Kernland mit Porsche und Mercedes zurückerobern.
Genau dafür hat ihn die Partei klaglos mit 91,7 Prozent Zustimmung als Parteichef bestätigt. Nicht weil alle so zufrieden mit dem Kanzler sind, sondern weil die Partei steht, wenn es um die Macht geht. Fast alle CDU-Granden haben sich zwischen Bodensee und Kurpfalz in die Schlacht geworfen, viele Auftritte macht der Kanzler selbst.
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CDU-Sieg bringt Merz mit Rückenwind in Reform-Jahr
Gewinnt die CDU in Baden-Württemberg – egal wie knapp –, kommt der Kanzler mit Rückenwind in das schwerste Jahr seiner Amtszeit, in dem harte Reformen beschlossen werden müssen, die das Land zukunftssicher machen.
Und wenn die CDU verliert? Dann kommen die Kanzlerkritiker aus der Deckung, und die Wahl in Rheinland-Pfalz, nur 14 Tage später, würde unerwartet schwer. Auch hier läuft der Trend gegen die CDU, die nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD liegt. Der März wird also zum Schicksalsmonat für Friedrich Merz.
