Österreichs Gemeinden unter Sparzwang
Wie Gemeinde gemeinsam sparen können
Was rechtlich zu beachten ist
Manchmal hilft nur mehr ein Verein. So auch im niederösterreichischen Pulkau. Anfang des Jahres entschied der Gemeinderat, das Freibad zu schließen – am Ende der Saison stand ein Minus von 114.000 Euro. Die Empörung in der Bevölkerung war groß. Ein Verein gründete sich schließlich, um das Sonnenwaldbad zu retten. Mit Unterstützung der Gemeinde betreiben nun Ehrenamtliche das Bad. Am 29. Mai wurde angeschwommen.
Pulkau ist kein Einzelfall. Auch im steirischen Mureck rettet ein gemeinnütziger Verein das Gemeindebad. Dabei haben Österreichs 2.092 Gemeinden in den vergangenen Jahren konsolidiert wie selten zuvor. Investitionen wurden verschoben, Gebühren erhöht und Förderungen überprüft. Mit Erfolg: Das Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) prognostiziert für 2025 insgesamt ein verbessertes operatives Ergebnis. Der finanzielle Druck bleibt aber hoch. Weitere Sparmaßnahmen seien dringend notwendig, sagt KDZ-Expertin Karoline Mitterer. Andernfalls wird weiterhin fast jede zweite Gemeinde eine Abgangsgemeinde bleiben.
Wie Gemeinde gemeinsam sparen können
Ob beim Friedhof, beim Standesamt oder beim Abwasserverband: In vielen Bereichen können Kooperationen sinnvoll sein und den Kommunen finanzielle Entlastung bringen. „Am Ende des Tages geht es immer ums Personal“, stellt Steuerexperte Peter Pilz von BDO bei den Gemeinden fest, die er berät.
Wie groß das Potenzial ist, zeigt der Gemeinde Dienstleistungsverband -Region Amstetten (GDA Amstetten). Der Verband bündelt Leistungen für 38 Mitgliedsgemeinden.........
