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Woher der Strom in Zukunft kommen soll

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07.10.2026

Über 18 Jahre gab es nur Gerüchte. Heuer beendeten die zuständige Regionaldirektorin von Google, Christine Antlanger-Winter, und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer mit einem Spatenstich in Kronstorf alle Spekulationen: Das 37. Rechenzentrum des US-Technologieriesen, eine wirtschaftliche Schlüsselinvestition, ein Signal für die Digitalisierung – und ein PR-Termin mit Nebenwirkungen.

Denn seither steht Kronstorf auch für die sehr analoge Frage: Woher kommen die Ressourcen für Großprojekte dieser Art? Haben doch zuletzt auffällig viele andere stromhungrige Großverbraucher Bedarf angemeldet, nicht nur weitere Rechenzentren, auch Batteriespeicher, Wasserstoffanlagen, Ladeparks. Zusammen mit neuen Wind- und PV-Projekten geht es schon um zusätzlich bis zu 30.000 Megawatt (MW) Stromleistung, etwa das Dreifache des Maximalbedarfs von ganz Österreich. Nicht alle Projekte werden verwirklicht – doch schon die Aussicht macht die Strompläne Österreichs zur Makulatur. Gerhard Christiner, Chef des Hochspannungsnetzbetreibers APG: „Wir haben keine Angst vor großen Strommengen. Aber die 30.000 MW schaffen wir im Bestandsnetz nicht, auch wenn nicht alle Projekte und schon gar nicht alle gleichzeitig realisiert werden. Eine Adaption unserer Netzentwicklungspläne ist unerlässlich.“

Dass Rechenzentren viel Energie benötigen, ist nicht neu. Doch mit einem bekannten Technologiekonzern und einer Immobilie vor der Haustür wird der Zusammenhang zwischen KI-Prompts und Stromversorgung so richtig begreifbar. Die Mengen sind dabei noch das vergleichsweise kleinere Problem, die lassen sich europaweit ordern. Jetzt geht es um Anschlussstärke (Leistung), Infrastruktur, die jetzt für Jahrzehnte eingerichtet wird.

Und es offenbart ein in der E-Wirtschaft nur zu gut bekanntes Dilemma: In einer trend-Umfrage im Sommer sprach sich die Mehrheit zwar für eine Ansiedelung von Rechenzentren in Österreich aus, in der unmittelbaren Nachbarschaft wollen es die Befragten aber nicht oder nur unter strengen Umweltauflagen.

Man ist misstrauisch, denn langsam wird mehr über die Goldgräberstimmung in der Datacenterbranche bekannt. Dass Norbert Haslauer, der Geschäftsführer von Netz Oberösterreich, die Anfragen jüngst auf rund 6.000 MW schätzte – statt 500, wie bisher vom Branchenverband kommuniziert –, fachte die Diskussion richtig an.

Stefan Wala von der Kommunalkredit: „Viele kommen etwa aus der Logistikbranche, haben eine Fläche, einen Netzanschluss in der Nähe, aber oft keinen wirklich definierten Businessplan“, sagt der Banker. Seit mehr als zwei Jahren präsentieren ambitionierte Unternehmer ihm ihre Konzepte. „Neben der Breitband- bzw. Glasfaseranbindung ist die zeitnahe Stromversorgung das Hauptthema, zumal wir in vielen europäischen Ländern ein Problem haben, den benötigten Strom überhaupt stabil ins Netz zu bringen. Da ist oft der Bottleneck.“

Batterie als Energiemaschine

Was die Lage prekär macht: Einen ähnlichen Goldrausch erleben gerade die Batteriespeicher. Sie gelten als neues Wundermittel gegen den........

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