Jeff Buckleys Vermächtnis: Wie „Grace“ die Musik der 90er prägte
Der Mythos der Zu-früh-Gestorbenen verstellt auch bei Jeff Buckley die Sicht auf das Wesentliche. Und das gleich dreifach.
Erstens: Der Musiker stirbt mit 30 Jahren am 29. Mai 1997 bei einem Badeunfall. Buckley war auf dem Weg ins Studio in Memphis, um sein zweites Album aufzunehmen, als er aus einer Laune heraus, komplett bekleidet, in den Mississippi springt, nach einiger Zeit untergeht, nicht wieder auftaucht. Vermutlich durch die Bugwelle vorbeifahrender Schiffe. Es sind keine Drogen im Spiel, ein Selbstmord wird ausgeschlossen. Es ist ein Unfall. Was die Sache freilich nicht weniger tragisch macht.
Die Bürde des berühmten Vaters und ein unvollendetes Talent
Zweitens: Buckley war musikalisch ein Hoffnungsträger, ein sensibler Jüngling zudem, anmutig anzusehen. Eine Künstlernatur. Aber er war auch der Sohn des Musikers Tim Buckley, der 1975, ebenfalls jung, an einer Überdosis Heroin starb. Den Vater hatte er kurz vorher im Alter von acht Jahren nur einmal gesehen, die Eltern trennten sich vor seiner Geburt.
Und drittens: Sein bekanntester Song ist ein........
