Betrug im Weißen Haus: Wie ein Mann mit Trumps Teleprompter reich wurde
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Betrug im Weißen Haus: Wie ein Mann mit Trumps Teleprompter reich wurde
18. Juli 2026 | Reinhard Schlieker
Der Mitarbeiter des Präsidenten wettete allzu sicher auf Inhalte bevorstehender Reden. Jetzt ist er ein Fall für die Justiz
VON REINHARD SCHLIEKER
Wetten, dass er mehr wusste? Der Trump-Assistent, der seit 2016 den Teleprompter bedient und die Reden des Präsidenten natürlich vorab zu lesen bekommt? Gabriel Perez jedenfalls ist der amerikanischen Prognoseplattform „Kalshi“ verdächtig vorgekommen, weil er mit absoluter Treffsicherheit auf Themen setzte, die in der nächsten Trump-Rede eine Rolle spielen würden. Damit gewann er 100.000 Dollar – aber nun ist für ihn Schluss.
Der Fall rückt ein Geschäft ins Rampenlicht, das in den USA rasant wächst: sogenannte Prognosemärkte. Ihre Anhänger sehen darin die „Börse der Zukunft“ und informative Plattform; Kritiker warnen vor einer gefährlichen Mischung aus Glücksspiel, Spekulation und Insiderhandel. Im Falle Perez lagen die Kritiker richtig. Dessen Konten sind nun eingefroren und er wurde ohne Bezahlung in Urlaub geschickt. Der Skandal könnte sich noch ausweiten: Im Weißen Haus wird nach Angaben der Nachrichtenagentur AP inzwischen hektisch nach weiteren schwarzen Schafen gesucht. „Wir haben klare ethische Prinzipien und Gebote“, sagte Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des........
