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Der Iran-Krieg und die zerbröselte Illusion einer Energiewende

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04.03.2026

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Der Iran-Krieg und die zerbröselte Illusion einer Energiewende

04. März 2026 | Oliver Stock

Öl springt um 14 Prozent, Gas um mehr als 50 Prozent. Die Speicher sind nur zu einem Fünftel gefüllt. Der Krieg trifft Deutschland ins Mark. Wind und Sonne können uns nicht helfen

Die Illusion von Deutschland auf dem Weg zu einem autarken Energiewende-Land zerbröselte binnen nur drei Tagen wie altes Mauerwerk. Seit dem vergangenen Wochenende zeigt der Weltmarkt, wer am längeren Hebel sitzt: nicht die Verbraucher, nicht die Industrie, nicht nationale Regierungen, sondern die Geopolitik. Und Deutschland ist verwundbar wie eh und je.

Wie ein Herzschlag unter Adrenalin sieht der Sprung beim Erdöl im Chart aus: Brent kletterte von rund 72,5 Dollar je Barrel (27. Februar) auf mehr als 82 Dollar am Dienstag, also grob plus 14 Prozent in wenigen Handelstagen. Und dann das Gas: Beim europäischen Leitpreis TTF schoss der Preis für die nächstfällige Lieferung von rund 32 Euro je Megawattstunde (27. Februar) auf Werte jenseits der 50 Euro am 3. März. Ein Faktum wie ein Tritt in die Kniekehle jeder Kalkulation in der energieintensiven Industrie. An den Zapfsäulen kommt das mit Verzögerung an, aber es kommt: Der ADAC registrierte bei E10 und Diesel seit Freitag bis Montagnachmittag ein Plus von sieben bis acht Cent je Liter. Autofahrer erleben seit Dienstag Preissprünge von mehr als 20 Cent. Der Tankstellen-Interessenverband spricht von „großem Andrang“ und „Schlangen“. Es herrscht Ausnahmezustand.

Der Auslöser ist der Krieg im Iran, der die Weltwirtschaft an einer empfindlichen Stelle trifft: die Straße von Hormus. Dieses Nadelöhr ist kein exotischer Name für Landkartenromantiker, sondern die........

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