2 000 000 000 000 Euro fordert Brüssel - aber Berlin verweigert sich den Billionen
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2 000 000 000 000 Euro fordert Brüssel - aber Berlin verweigert sich den Billionen
01. Juni 2026 | Oliver Stock
Die EU-Kommission plant eine unvorstellbare Aufblähung des Haushalts. Grund dafür sind auch die Corona-Schulden, deren Zinslast gestiegen ist. Geberländer wie Deutschland wehren sich
In Brüssel geht es wieder ums Geld, diesmal um unvorstellbar viel. Die Nächte werden darüber lang, die Papierstapel hoch, und es riecht nach Gipfelkaffee. Die EU-Botschafter und Europaminister ringen derzeit um den nächsten siebenjährigen Haushalt der Europäischen Union ab 2028.
Die EU-Kommission will den Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 massiv ausweiten: Statt bisher rund 1,2 Billionen Euro sollen in den sieben Jahren künftig fast zwei Billionen Euro ausgegeben werden. Die EU-Kommission nennt das einen „ambitionierten“ Haushalt. Kommissionschefin Ursula von der Leyen spricht von einem Europa, das „unabhängig, prosperierend, sicher“ werden müsse. Dafür brauche es mehr Geld. Tatsächlich würde der neue Finanzrahmen die EU-Ausgaben massiv nach oben schieben. Ein Plus von fast 80 Prozent. Ein Sprung, der in vielen Hauptstädten wie ein Griff in die Staatskassen wirkt.
Brüssel will eine Erhöhung um 80 Prozent
Vor allem in Berlin. Deutschland ist schon heute der größte Nettozahler der Europäischen Union. Dabei muss man zwei Zahlen unterscheiden: die Bruttozahlungen und den Nettobeitrag. Deutschland zahlt derzeit grob zwischen 32 und 35 Milliarden Euro jährlich in den regulären EU-Haushalt ein. Berechnet wird dieser Beitrag im Wesentlichen nach der Wirtschaftskraft des Landes. Vereinfacht gesagt: Je größer die deutsche Volkswirtschaft, desto größer der deutsche Anteil am EU-Haushalt. Hinzu kommen........
