Entlarvt: Der Nullsummenglaube als Jahrhundert-Irrtum
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Entlarvt: Der Nullsummenglaube als Jahrhundert-Irrtum
14. Juni 2026 | Georg Kofler
Die Vorstellung, der Erfolg des einen gehe zu Lasten anderer, ist der Presslufthammer der Antikapitalisten. Rainer Zitelmanns Buch über die Glut des linken Populismus klärt auf
Der bekannte Bestseller-Autor Dr. Dr. Rainer Zitelmann hat ein fulminantes Aufklärungsbuch geschrieben. Der Titel: Zero Sum Mindset. Für mich ist es die bisher überzeugendste und umfassendste Widerlegung eines Jahrhundert-Irrtums mit fatalen Folgen. Es geht um den Nullsummenglauben. Zutreffender: Die Nullsummenfalle.
Warum Falle? Weil Millionen Menschen zu diesem Glauben verführt werden. Mit einfachen, intuitiv plausiblen Behauptungen. Ein Meister darin: der berühmte Schriftsteller und Kommunist Bertold Brecht. Er schrieb in seinem Gedicht „Alfabet“:
Reicher Mann und armer Mann standen da und sah‘n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich
Reicher Mann und armer Mann standen da und sah‘n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich
Das ist die poetische Essenz des Nullsummendenkens. Es geht davon aus, dass Wohlstand, Status, Macht und sogar Anerkennung eine fixe Menge sind. Was der eine gewinnt, muss der andere verlieren. Reichtum kann nur auf Kosten der Armen entstehen. Werden die Reichen reicher, dann müssen die Armen ärmer werden. Wohlstand ist wie ein Kuchen, der nur verteilt, aber nicht vergrößert werden kann. Daher der Begriff: Verteilungsgerechtigkeit.
Der Nullsummenglaube ist die emotionale Energiequelle, die Glut des linken Populismus. Er zerlegt die Welt in einfache Gegensätze: arm gegen reich, Mieter gegen Vermieter, Bürgergeld-Empfänger gegen Milliardäre, Unternehmer gegen Arbeitnehmer, Kapital gegen Mensch.
Der Kern linker Irrtümer: Wohlstand entsteht nie durch Umverteilung
Erfolge und Gewinne sind moralisch verdächtig und ungerecht, weil sie auf Kosten anderer erzielt werden. Die linken Populisten verkünden die Illusion, dass es den „kleinen Leuten“ besser gehen wird, wenn die Eliten, die Reichen, die Besserverdiener, überhaupt „die da oben“ vom Staat gezwungen werden, mehr von ihrem Wohlstand abzugeben. Durch Reichensteuern, Vermögenssteuern, Erbschaftsteuern, Enteignungen. Sie predigen Umverteilung und Konfrontation. Die Populisten mögen einfache Wahrheiten. Am besten mit erhobener Moralkeule. Der Kapitalismus ist ungerecht und unmoralisch. Der sozialistische Kampf für Umverteilung hingegen ist gerecht und moralisch.
Doch der Nullsummenglaube ist ein Irrtum. Ein historischer Irrtum. Wahrscheinlich der folgenreichste Irrtum des vergangenen und des laufenden Jahrhunderts. Der Kern des Irrtums: Wohlstand entsteht nicht durch staatliche Umverteilung.........
