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Und wenn Friedrich Merz alles richtig gemacht hat?

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28.07.2026

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Und wenn Friedrich Merz alles richtig gemacht hat?

28. Juli 2026 | Ansgar Graw

Nach dem Kabinettsumbau ist die Kritik am Kanzler heftig - auch in den eigenen Reihen. Alles begann mit Spahn. Und da ist das Echo noch positiv. Aber wie war das mit Schnieder?

Wer dieser Tage mit führenden Christdemokraten spricht, ob in der Partei oder der Bundestagsfraktion, stößt auf ein brisantes Ausmaß an Frust. Frust über die miese Stimmung in den eigenen Reihen, Frust über das Erscheinungsbild nach außen, Frust über die mediale Kritik, die sich vor allem gegen den Parteichef und Bundeskanzler richtet – und der sich manche der Gesprächspartner anschließen.

Friedrich Merz hat die Ablösung von Jens Spahn als Vorsitzendem der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu einem beispiellosen Umbau im Zentrum der Macht genutzt. Schlüsselressorts und Führungspositionen in Kanzleramt, Fraktion und Partei werden neu besetzt. Während Merz den Umbau als Chance für einen politischen Neustart und eine Beschleunigung der Regierungsarbeit darstellt, stößt die Robustheit seiner Maßnahme mit kurzer Vorlaufzeit in den eigenen Reihen auf viel Unverständnis.  insbesondere der Umgang mit dem bisherigen Verkehrsminister Patrick Schnieder wird als Fehlleistung des Kanzlers gewertet.

Doch wer tiefer gräbt, findet auch die anderen Stimmen. Und die Frage: Gab es überhaupt Alternativen zu dem Weg, den Merz gegangen ist, von dem einen oder anderen im Vorfeld verpassten Telefonat oder Vier-Augen-Gespräch abgesehen?

Am Anfang war die Leihmutter

Alles begann mit Jens Spahn. Und hier herrscht große Übereinstimmung: Der Fraktionschef war nach seiner Entscheidung für die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft in den USA, die er als Gesundheitsminister in Deutschland verboten wissen wollte, nicht zu halten. Ein Abgeordneter, der lange dabei ist, kann sich nicht erinnern, jemals so viele empörte Emails und Anrufe vor allem aus dem eigenen Wahlkreis erhalten zu haben. Die CDU sei bei allem an den Tag gelegten Pragmatismus weiterhin eine wertegetriebene Partei, und da könne man nicht unter Berufung auf den Schutz von Frauen und das „C“ im........

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