Russland: Wirtschaft pfui, Rüstung hui
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Russland: Wirtschaft pfui, Rüstung hui
01. Oktober 2026 | Ansgar Graw
Auch die CIA sieht die russische Wirtschaft im Niedergang. Trotzdem kündigt der Kreml jetzt Rekordausgaben fürs Militär an. Wie passt das zusammen?
Erst Ende August war der CIA-Chef in Moskau, um Russland unter Hinweise auf dessen wirtschaftliche Probleme zu Friedensverhandlungen mit der Ukraine zu bewegen. Jetzt wird ein neuer Rekordetat für die Rüstung bekannt. Ein Widerspruch? Nur auf den ersten Blick. Denn ein Staat kann immer mehr Geld für den Krieg mobilisieren und dabei die Grundlagen seines künftigen Wohlstands aufzehren.
John Ratcliffe, der in Washington den nach verbreiteter Lesart weltweit am besten informierten Auslandsgeheimdienst leitet, überbrachte bei seiner anangekündigten Moskau-Reise laut „New York Times“ Alexander Bortnikow, dem Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, eine düstere Einschätzung. Seine Botschaft: Moskau gehe es militärisch wie und wirtschaftlich schlecht, die Regierung solle über einen Frieden mit Kiew verhandeln, bevor sich seine Situation weiter verschlechtere.
Steht dem Putin-Regime also das Wasser bis zum Hals? Jetzt berichtet Reuters unter Berufung auf Regierungsdokumente, dass Russland für 2027 Verteidigungsausgaben von 17,1 Billionen Rubel plant (rund 178 Milliarden Euro). Das wären etwa 27 Prozent mehr als bislang........
