Klimawandel? Die unbequeme Wahrheit über Grönland
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Klimawandel? Die unbequeme Wahrheit über Grönland
23. Juli 2026 | Ansgar Graw
Erderwärmung ist nur ein Teil der Geschichte. Europas Politik hat die Lebenswelt der Inuit ebenfalls verändert. Und Brigitte Bardot spielte dabei eine wichtige Rolle. Eindrücke von einer Vernissage.
MÜNCHEN – Wo Eisberge schmelzen, öffnen sich neue Schifffahrtswege. Wenn Polarkappen weichen, werden Bodenschätzen zugänglich. So wird die Arktis, einst eine ferne Welt aus Eis und Schnee und Stille, zu einer geopolitischen Verlockung. Und zu einem Menetekel für Veränderung – des Klimas und der Gesellschaft. Spoiler: Längst nicht immer ist der Energiehunger unserer Industriestaaten daran schuld.
Jedenfalls macht diese Verbindung von Natur, Politik und Mensch die Ausstellung „Ragnar Axelsson – Greenland“ im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung im Zentrum Münchens sichtbar. Der isländische Fotograf Ragnar Axelsson dokumentiert seit mehr als vierzig Jahren das Leben der Menschen in Grönland. Seine großformatigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind keine Reportage über schmelzende Eisflächen. Sie erzählen von einer Welt, deren Alltag sich verändert. Axelsson ist bei der Vernissage am Mittwochabend vor Ort. „Die Veränderungen, die ich in Grönland dokumentiere, sind nicht nur wissenschaftliche Phänomene, sondern prägen das Leben und die Identität der Menschen vor Ort. Mit meinen Fotografien möchte ich einen Beitrag zum Bewusstsein und zur Empathie für diese Regionen leisten“, hat der Isländer gesagt.
Axelssons Fotografien porträtieren Fischer, Jäger und Familien der Inuit in ihrem Alltag. Sie zeigen Eisbären und Huskies. Sie dokumentieren gewaltige Eislandschaften. Gerade weil sie auf spektakuläre Effekte verzichten,........
