Drohnen für Kiew, Personenschutz für den Chef
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Drohnen für Kiew, Personenschutz für den Chef
29. September 2026 | Ansgar Graw
Donaustahl-Gründer Stefan Thumann soll mit Nowitschok getötet werden. Der mutmaßliche russische Mordplan hat ihn erschreckt – aber noch mehr die Reaktion der deutschen Sicherheitsbehörden.
Stellen Sie sich vor, sie müssen sich vor Türklinken fürchten. Nicht aus der eher gegriffenen Angst, sie könnte von Bazillen wimmeln und Ihnen einen Schnupfen eintragen. Sondern wegen der konkreten Sorge, die Türklinke könnte mit Nowitschok kontaminiert sein, um Sie zu ermorden.
Für den Rüstungsunternehmer Stefan Thumann ist diese irre Vorstellung Realität. Gegen den Chef des Drohnen-Herstellers Donaustahl lief eine russische Geheimdienstoperation. Der Bayerische Rundfunk berichtete am 20. August unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise, es habe offenbar konkrete Pläne für einen Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok gegeben. Thumann schildert später, er habe davon aus unterrichteten Kreisen des Bundestags erfahren. Zwei russische „Wegwerfagenten“ sind festgenommen worden. Mit Nowitschok wurden in den vergangenen Jahren der Regimekritiker Alexej Nawalny, der Überläufer Sergej Skripal und dessen Tochter Julia vergiftet. Sie alle überlebten nach schwerem Krankheitsverlauf, Nawalny kam später in einem russischen Straflager zu Tode.
Thumann lebt seit Monaten an ständig wechselnden Orten. Er wird rund um die Uhr bewacht. Und........
