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Die Deutschen und ihre Angst vor Patriotismus

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20.02.2026

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Die Deutschen und ihre Angst vor Patriotismus

20. Februar 2026 | Ansgar Graw

Eine ganz subjektive Chronologie der Woche: Welche Reaktionen der Autor auf die Rede von Marco Rubio erlebte. Und warum wir Freitage am Monatsdreizehnten fürchten. Aus unserem Newsletter

in Tagebüchern ist laut Simone de Beauvoir „das, was man weglässt, wichtiger als das, was man hineinschreibt“. Meine Chronologie der Woche ist einfacher, weil sie zwar unbedingt subjektiv ist, aber weniger Privatheit verspricht – außer an der Stelle, wo es um meinen Traum von letzter Nacht geht. Ich hoffe, die Lektüre macht Ihnen wieder Freude. Donnerstag, 12. Februar Der Kollege, der immer mit Krawatte kommt, fehlt am Vormittag. Ob er etwa weiblichen Horden in die Hände gefallen ist? An Weiberfastnacht, auf gut kölsch „Wieverfastelovend“, darf man das ja wohl befürchten, selbst im bayerischen Alpenvorland. Da geht’s Männern ab 11.11 Uhr an den Kragen oder zumindest an das, was um diesen hängt, und schnipp-schnapp wird der Schlips abgeschnitten. Der Brauch kommt aus dem Bonner Stadtteil Beuel, wie heute „Bild“ informiert: „Bereits 1824 entstand bei den Wäscherinnen dort der Brauch, einmal im Jahr die Männer ‚in die Mangel‘ zu nehmen, da diese ihnen sonst für ihre Arbeit kaum Wertschätzung entgegenbrachten.“ Die gute Nachricht: Der Kollege kommt gegen Mittag mit intakter Krawatte er hatte noch einen Auswärtstermin. Die schlechte: Das Trost-„Bützchen“ von den „Wievern“ hat er dann natürlich auch nicht bekommen. Freitag, 13. Februar Mir ist heute nichts Übles passiert, Ihnen hoffentlich auch nicht. Aber die Angst vor Freitagen am 13. eines Monats ist groß und international verbreitet.........

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