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Chronik der Woche: Junger Grüner besingt Sexarbeiter:in m/w/d

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31.01.2026

31. Januar 2026 | Ansgar Graw

Der subjektive Rückblick: Was an der Polemik gegen Markus Söder verstört, warum Donald Trumps "Friedensrat" gescheitert ist, wie eine Bundesliga-Niederlage hilft, wo die Brandmauer kippelt, Olympia in Italien - und Hurz

VON ANSGAR GRAW

Oscar Wilde schrieb: „Ich reise niemals ohne mein Tagebuch. Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich haben.“

Die Epoche der irischen Edelfeder, also die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, war in jedem Fall voller aufregender Ereignisse - mit ihren Revolutionen, die industrielle allen voran, mit dem Fortschrittsgedanken und dem Aufblühen des Bürgertums im viktorianischen Zeitalter, mit Kriegen, Staatsgründungen und Umbrüchen. Anders ist es auch heute nicht. Darum hier wieder meine unmaßgeblichen und subjektiven Notizen zur vergangenen Woche:

Donnerstag, 22. Februar
Weil der Vorsitzende der Grünen Jugend, Luis Bobga, in einem Instagram-Reel den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als „Hurensohn“ bezeichnet habe, hat eine Privatperson bei der Generalstaatsanwaltschaft in München eine Strafanzeige gegen den 23-Jährigen wegen „Beleidigung“ gestellt, berichtet „Bild“. Bobga selbst betont recht kleinlaut, er habe ja nur die Lippen zu einem Song des Rappers Haftbefehl bewegt. Und nicht nur deshalb hatten wir eigentlich eher ein Parteiausschlussverfahren erwartet: Wie kann es der woke Bengel wagen, abwertend von „Huren“ zu sprechen (oder doch zu diesem Wort die Lippen zu bewegen), wo es doch nach den politisch-korrekten Grundsätzen seines dauermoralisierenden Milieus eigentlich „Sexarbeiter:in m/w/d“ heißen müsste?

Freitag, 23. Februar
Donald Trumps Friedensrat ist so........

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