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„Immerhin fordere ich keine Mauer – vorerst“

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23.08.2026

t az: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Merz ist wieder da. 


taz: Und was wird besser in dieser?

Küppersbusch: Merz ist wieder da.

taz: Kanzler Merz ist im Urlaub und hat diesen direkt verlängert. Gönnen Sie ihm die Auszeit?

Küppersbusch: Reichskanzler Bismarcks Rekord in missing on the job sind 8 Monate in 1889. Natürlich in, Obacht Fritz, seinem Landsitz „Friedrichsruh“. Merz verdaddelt am Tegernsee auch günstige Meldungen wie die neuen Exportrekorde der deutschen Wirtschaft, lässt drei MinisterInnen ohne Vereidigung vor dem Parlament schon mal losamtieren und gefährdet die letzten Jobs in der Comedy-Branche, weil man bei seiner work-life-vier-Tage-Rhetorik einfach direkt lachen kann. Die Geste „hier ist Krise, da muss ich auch Opfer bringen“ hat er verschenkt, für eine andere: „die Krise wird schon merken, wer hier länger kann.“ Der Chuck Norris im Sauerländer ist stark.

taz: 

In knapp zwei Wochen ist Wahl in Sachsen-Anhalt, die AfD wird sie gewinnen. Hoffen Sie noch auf ein Wunder?

Küppersbusch: Neben der Parteiverbotsdebatte klangen zuletzt auch andere rustikale Mittel auf: Entzug des passiven Wahlrechts bei erklärten Nazis, keine Parteienfinanzierung für erwiesen rechtsextreme........

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