Alle oder keiner
U lf Poschardt hat mal wieder den Schuss nicht gehört. Am Montag hatte sich der „Welt“-Herausgeber wohl ganz entspannt beim hauseigenen Trash-TV-Sender selbst eingeladen und eine mundgerechte Frage zur jüngsten Berlinale-Dankesrede von Regisseur Abdallah Alkhatib servieren lassen. Seine Antwortzeit nutzte der 58-Jährige dann, um schnaubend gegen Geflüchtete zu hetzen und widersprüchlich über Kunstfreiheit zu schwadronieren.
Der Grund: Alkhatib, der auf der Abschlussveranstaltung der Berliner Filmfestspiele am Samstag für seinen Film „Chronicles from the Siege“ geehrt wurde, hatte seine Rede genutzt, um „über Palästina zu sprechen“, wie er es ausdrückte.
Dabei warf der Filmemacher, der als syrisch-palästinensischer Geflüchteter in Deutschland lebt, der Bundesregierung eine Mitschuld am „Genozid“ in Gaza vor. Man werde sich........
