Mitbetreiber eines IPTV-Dienstes zu 8 Monaten auf Bewährung verurteilt
Mitbetreiber eines IPTV-Dienstes zu 8 Monaten auf Bewährung verurteilt
Das AG Münsingen verurteilte einen 61-Jährigen Mitbetreiber eines IPTV-Dienstes zu 8 Monate auf Bewährung. Auch zog man fast 4.000 Euro ein.
Helfershelfer von einem IPTV-Dienst handelte gewerbsmäßig
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Panikmache statt die Ursachen anzugehen
Man verurteilte den Mann wegen verschiedener Tatvergehen. Er hatte den IPTV-Dienst seit 2019 selbst genutzt. Zudem betreute er im Auftrag der anonymen Betreiber weitere Nutzer. Im Schneeballsystem des Portals warben Nutzer neue Abonnenten an, bekamen dafür Geld und leiteten es anschließend entweder an die Zwischenhändler oder die Betreiber weiter. Das erklärt das vergleichsweise hohe Strafmaß.
Helfershelfer von einem IPTV-Dienst handelte gewerbsmäßig
Man konnte dem Verurteilten nachweisen, 200 Euro Bargeld von einem Interessenten kassiert zu haben, um es weiterzuleiten. Deswegen stufte das Gericht sein Verhalten als gewerbsmäßig ein. Dazu kamen die üblichen Vorwürfe wie Computerbetrug in mehreren Fällen, Urheberrechtsverletzungen und das Ausspähen von Daten. Natürlich muss sich der Angeklagte noch auf hohe Schadenersatzforderungen der deutschen Pay-TV-Anbieter einstellen, weil er ihr Programm schwarz konsumiert hat. Dazu kommt die Tatsache, dass er die illegalen Zugänge langfristig nutzte.
Eigentlich wollte die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl ohne Gerichtsverhandlung zustellen. Nachdem der beauftragte Anwalt Einspruch erhoben hat, verhandelte das zuständige Gericht in Baden-Württemberg den Fall. Das weiterverkaufte Online-Angebot war riesig. Laut Bild umfasste der Dienst bis zu 2.100 TV-Sender, etwa 2.800 Filme und 449 TV-Serien. In den verschieden teuren Paketen enthielten Inhalte von Amazon Prime Video, DAZN, Disney , Netflix, Paramount und Sky Deutschland. Das teuerste Paket kostete rund 150 Euro jährlich. Die legalen Angebote hätten laut Urteil zusammen bis zu 1.500 Euro pro Jahr........
