EU-Studie: ISPs, CDN-, DNS- und VPN-Anbieter sollen Websperren in nur 30 Minuten umsetzen
EU-Studie: ISPs, CDN-, DNS- und VPN-Anbieter sollen Websperren in nur 30 Minuten umsetzen
Nach Angaben einer neuen EU-Studie sollen Anbieter für das Internet, eines CDN, DNS und VPN Sperren innerhalb von 30 Minuten durchführen!
EU-Studie orientiert sich an Italiens "Piracy Shield"
Auch CDN-Anbieter, DNS-Resolver und VPN-Provider in der Pflicht
EU-Studie schlägt Sperrbehörde in jedem EU-Land vor
Stumpfes Werkzeug im Kampf gegen einen flexiblen Gegner
Autoren verschweigen nicht die Ursachen der grassierenden Online-Piraterie
Die kürzlich veröffentlichte EU-Studie gab die Fachabteilung für Justiz, bürgerliche Freiheiten und institutionelle Angelegenheiten des Europäischen Parlaments auf Ersuchen des Rechtsausschusses in Auftrag. Die Ausarbeitung des Jura-Professors Giovanni Maria Riccio der Universität Salerno deckt wesentliche rechtliche und politische Lücken innerhalb der Europäischen Union auf, wenn es um die Bekämpfung illegaler Sport-Streams geht. An der Ausarbeitung war auch die Juristin Fabiola Iraci Gambazza und der Jurist Gianmarco Marani beteiligt.
EU-Studie orientiert sich an Italiens „Piracy Shield“
Vor drei Jahren lehnte die Europäische Kommission die Einführung verbindlicher Rechtsvorschriften ab. Sie gab stattdessen zur Bekämpfung der Online-Piraterie lediglich mehrere Empfehlungen heraus. Die drei Autoren vertreten die Ansicht, dass diese Maßnahme ihr Ziel gänzlich verfehlt hat. Stattdessen schlägt die EU-Studie eine Reihe von Maßnahmen vor, die es in sich haben. Man orientiert sich dabei an der 30-minütigen Sperrfrist illegaler Inhalte für diverse IT-Dienstleister, die im Rahmen von Italiens „Piracy Shield“ gilt.
Im Dokument empfiehlt man einen Wechsel von den freiwilligen Leitlinien zu einer verbindlichen Verordnung. Der Grund dafür ist, weil einige EU-Staaten in den letzten Jahren wenig bis gar nichts gegen die Online-Piraten unternommen haben.
Die derzeitigen Maßnahmen der EU-Mitgliedsländer gegen die Piraterie von Live-Inhalten fallen derzeit sehr unterschiedlich aus. Außerdem habe man die Maßnahmen oftmals nicht der Geschwindigkeit und Komplexität der Live-Streaming-Anbieter angepasst. Die Admins können ihre Kanäle im Fall einer Sperre innerhalb kürzester Zeit wechseln. So sei keine effektive Rechtsdurchsetzung möglich, so das Fazit der EU-Studie.
Auch CDN-Anbieter, DNS-Resolver und VPN-Provider in der Pflicht
Es müsse eine Löschpflicht für illegale Inhalte geben, die aber nicht nur für Internetdienstanbieter gelten soll. Auch andere Vermittler wie DNS-Resolver, VPN-Provider und CDN-Anbieter sollen dazu verpflichtet werden, die Sperren innerhalb von 30 Minuten zu realisieren, wie der Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet.
Professor Giovanni Riccio stellt fest, dass bereits........
