Tangem Sicherheitslücke: Laser-Angriff hebelt Hardware-Wallet dauerhaft aus
Tangem Sicherheitslücke: Laser-Angriff hebelt Hardware-Wallet dauerhaft aus
Tangem Sicherheitslücke entdeckt: Ein Laser-Angriff kann Wallet-Passwörter umgehen. Keine Updates möglich, Risiko bei physischem Zugriff.
Firmware ausgetrickst: Laser-Angriff setzt Tangem-Passwort zurück
Laser-Fault-Injection gegen Tangem: Der Angriff auf die Passwortprüfung
Keine theoretische Schwachstelle: Forscher reproduzieren den Angriff
Keine Rettung per Update: Die Tangem-Sicherheitslücke besteht dauerhaft
Deaktivierte Wiederherstellung schützt nicht vor dem Angriff
250.000-Dollar-Labor gegen eine Kreditkarten-Wallet
Tangem widerspricht: "Praktisches Risiko nahezu nicht existent"
Ledger: Zertifizierung allein reicht nicht aus
Kein Patch in Sicht: So schützen Nutzer ihre Wallet
Eine Sicherheitsanalyse des Ledger Donjon, dem Forschungsteam des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger, hat eine schwerwiegende Tangem Sicherheitslücke aufgedeckt. Den Forschern gelang es, mit einem präzise gesteuerten Laserimpuls eine Sicherheitsprüfung in der Firmware einer Tangem-Wallet-Karte zu umgehen. Dadurch ließ sich das Passwort der Hardware-Wallet zurücksetzen. Die Schwachstelle betrifft laut Sicherheitsforschern alle bisher ausgelieferten Wallets und lässt sich nicht per Update schließen.
Firmware ausgetrickst: Laser-Angriff setzt Tangem-Passwort zurück
Dass Unbefugte Zugriff auf digitale Vermögenswerte erhalten, sollte eine Hardware-Wallet eigentlich verhindern. Dennoch schützen selbst hoch zertifizierte Sicherheitschips nicht automatisch vor ausgeklügelten Angriffen. Eine Tangem Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern unter Laborbedingungen, das Passwort einer Wallet-Karte zurückzusetzen und im Anschluss daran Transaktionen zu signieren.
Ein einzelner Nanosekunden-Laserimpuls trifft dabei den für den Angriff identifizierten Bereich der Chip-Logik des verbauten Sicherheitschips. Die dadurch ausgelöste Fehlerinjektion manipuliert eine interne Branch-Entscheidung der Firmware. Die Karte interpretiert den Zustand fälschlicherweise als autorisierte Wiederherstellung und umgeht dadurch eine zentrale Sicherheitsprüfung der Firmware.
Tangem verkauft seine Wallets üblicherweise als 2er- oder 3er-Karten-Sets. Während der Einrichtung werden die Karten miteinander gekoppelt und mit demselben Master-Key ausgestattet. Dadurch können Nutzer bei einem vergessenen Passwort oder dem Verlust einer Karte eine zweite verknüpfte Karte zur Wiederherstellung verwenden. Der Laser-Angriff umgeht eben diesen Schutzmechanismus, indem er die interne Statusprüfung der Firmware manipuliert.
Die Entdeckung betrifft nach Angaben von Ledger Donjon alle bisher im Umlauf befindlichen Tangem-Karten und lässt sich nicht per Firmware-Update beheben. Glücklicherweise bleibt dabei die praktische Gefahr für die meisten Nutzer begrenzt. Der Angriff erfordert physischen Zugriff auf die Karte, Spezialausrüstung im Wert von rund 250.000 US-Dollar sowie umfangreiche Kenntnisse in Hardware-Sicherheit. Über den Vorfall berichteten auch Fachmedien wie The Hacker News.
Laser-Fault-Injection gegen Tangem: Der Angriff auf die Passwortprüfung
Die untersuchte Wallet unterscheidet sich optisch kaum von einer gewöhnlichen Bankkarte. Im Inneren arbeitet jedoch ein Sicherheitschip, der die privaten Schlüssel erzeugt, speichert und Transaktionen signiert. Tangem setzt dabei auf das Secure Element Samsung S3D232A, das nach EAL6 zertifiziert ist, einer hohen Sicherheitsstufe innerhalb der Common-Criteria-Zertifizierung.
Der Schutzmechanismus basiert dabei auf zwei Faktoren. Zum einen benötigt ein Angreifer die physische Karte und zum anderen das dazugehörige Passwort. Die Forscher von Ledger Donjon stellen diese Sicherheitslogik auf den Prüfstein. Der Angriff konzentriert sich auf den Befehl SetPin, der für Passwortänderungen zuständig ist. Normalerweise akzeptiert die Karte ein neues Passwort nur dann, wenn entweder das alte Passwort bekannt ist oder ein legitimer Wiederherstellungsprozess mit einer verbundenen Backup-Karte durchgeführt wurde. Die........
