DOOM-Piraterie: John Romero enthüllt, warum id Software mit Piraten kooperierte
DOOM-Piraterie: John Romero enthüllt, warum id Software mit Piraten kooperierte
DOOM-Piraterie hatte für id Software einen Nebeneffekt: John Romero verrät, warum das Studio mit taiwanischen Piraten kooperierte.
DOOM-Piraterie als ungewöhnlicher Vertriebsweg
Shareware sollte DOOM in möglichst viele Hände bringen
id Software machte aus Piraten Kunden
DOOM-Piraterie: Raubkopien als Motor für den Erfolg
Taiwan wurde zum Sonderfall
DOOM-Piraterie war für id Software offenbar kein Problem. John Romero, Mitbegründer von id Software, erklärt, warum das Studio in Taiwan mit den größten Piraten zusammenarbeitete. Hinter der ungewöhnlichen Strategie steckte allerdings ein ziemlich nüchterner Gedanke: Distribution war dabei wichtiger als Kopierschutz.
Statt die Piraten in Taiwan zu bekämpfen, nahm id Software Kontakt zu ihnen auf. Das Studio entschied sich bei DOOM für diesen ungewöhnlichen Weg. John Romero hat aktuell verraten, warum die Entwickler sogar leere DOOM-Verpackungen an einige der größten Anbieter verkauften.
John Romero gehört zu den Entwicklern der frühen PC-Shooter. Der 1967 geborene US-amerikanisch-irische Game Designer war Mitgründer von id Software und maßgeblich an einigen der bekanntesten Titel des Studios beteiligt. Dazu zählen unter anderem Wolfenstein 3D (1992), DOOM (1993), DOOM II (1994) und Quake (1996).
Gemeinsam mit Programmierer John Carmack prägte Romero die Entwicklung des First-Person-Shooter-Genres entscheidend mit. Auch der Begriff „Deathmatch“ für Multiplayer-Gefechte wird ihm zugeschrieben. Seine Aussagen über die ungewöhnliche Vertriebsstrategie rund um DOOM stammen damit von einem Entwickler, der die Entstehung und Vermarktung des Spiels unmittelbar selbst miterlebt hat.
DOOM-Piraterie als ungewöhnlicher Vertriebsweg
Als Spieleentwickler wusste John Romero, dass sein Titel raubkopiert wird. Dennoch lieferte id Software den Piraten sogar die passenden Originalverpackungen dazu. Dies soll sich bei DOOM in Taiwan Anfang der 1990er-Jahre tatsächlich ereignet haben.
John Romero schilderte den ungewöhnlichen Ansatz auf der QuakeCon 2026. Das Studio habe damals gewusst, dass das Spiel in Taiwan massiv kopiert wurde. Anstatt dagegen vorzugehen, habe man die größten Piraten des Landes kontaktiert. Der Hintergrund war dabei allerdings eher pragmatisch. id Software wollte DOOM möglichst weit verbreiten.
Shareware sollte DOOM in möglichst viele Hände bringen
DOOM erschien 1993 zunächst nach dem Shareware-Prinzip. Die erste Episode war kostenlos erhältlich und durfte kopiert und weitergegeben werden. Wer den kompletten Titel spielen wollte, musste die weiteren Episoden dann bei id Software bestellen. Für die damalige Zeit........
