Warum Ungarn die besseren Chancen als Polen hat
Péter Magyar: Ungarns neuer Premier vor Mammutaufgabe
Nach Orbáns Abwahl – Warum Ungarn die besseren Chancen als Polen hat
Eine Autokratie zu beseitigen, ist schwer, wie sich in Polen zeigt. Doch für Péter Magyar ist die Ausgangslage vorteilhafter – aus mehreren Gründen.
Auch eine Woche nach der magischen Nacht von Budapest sieht die Abwahl von Viktor Orbán noch immer wie ein gewaltiger Windstoss aus, der das ganze Unrecht und die Korruption, die sich in Ungarn ausgebreitet haben, mit einem Schlag wegfegen wird. Der parteiische Staat, die voreingenommenen Richter und Medien, die Günstlingswirtschaft – das ganze System, das sein Erbauer selbst «illiberal» genannt hat, soll in einer liberalen Konterrevolution wieder befreit werden. So der Plan des Wahlsiegers Péter Magyar, so die Hoffnung vieler Ungarn – und von Millionen Menschen in ganz Europa.
Orbán hatte sich in 16 Jahren die Medien gefügig gemacht und das Wahlsystem seinen Zwecken angepasst. Dennoch wurde er am Ende abgewählt – und das mit Wucht. Ungarn, so die Einsicht, war für einen friedlichen Machtwechsel offenbar noch demokratisch genug. Deswegen sollte sich aber niemand in Sicherheit wiegen: Autokraten schaden einer Gesellschaft und einer Demokratie auch dann noch, wenn sie längst gestürzt sind. Die Verheerungen reichen meist........
