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Sonnengesang neu vertont: Ein Lied für die Schöpfung

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Die Sonne und den Wind nannte er seine Brüder, das Wasser und den Mond seine Schwestern. Franz von Assisi liebte die Schöpfung, die Erde mit ihren Früchten und die Tiere. Er sah sich als eines unter vielen Wesen, nicht als überlegener Mensch – und drückte seine Wertschätzung im Sonnengesang aus. Der Bettelmönch und Vater der franziskanischen Ordensgemeinschaften schrieb den „Cantico delle Creature“, wie er im Altitalienischen heißt, das „Loblied der Geschöpfe“ im Winter 1224/1225 in San Damiano in der Nähe von Assisi. 

800 Jahre nach dem Tod des Heiligen hat der Komponist Ludger Vollmer diesen Sonnengesang neu vertont. Seine Musik mit Gesang, Orgel und traditionellen Instrumenten wird unter dem Titel „Il Cantico delle Creature“ am 15. Mai beim Katholikentag in Würzburg uraufgeführt. Dabei geht es nicht nur um das Lob der Schöpfung, sondern auch um die Gefahr, in der sie sich befindet – verursacht durch die Menschen.

Zwischen den Strophen des Sonnengesangs wird der Naturwissenschaftler, Fernsehmoderator und evangelische Christ Harald Lesch seine Gedanken zur Schöpfung vortragen. Lesch ist vor allem durch die ZDF-Sendung „Terra X“ bekannt. Häufig warnt er dort vor den Auswirkungen des Klimawandels – etwa vor........

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