„Sehen uns auf gutem Weg“: ZF lässt Phase der Milliardenverluste hinter sich
Nach zwei Geschäftsjahren mit Milliardenverlusten peilt Deutschlands zweitgrößter Autozulieferer ZF Friedrichshafen für das laufende Jahr wieder einen Gewinn an. „Wir sind optimistisch, das Gesamtjahr positiv abzuschließen“, sagte ZF-Finanzvorstand Michael Frick bei der Vorstellung der Ergebnisse fürs Halbjahr. Die eingeleiteten Kosten- und Effizienzprogramme wirkten „über alle Bereiche hinweg“. Gleichzeitig sei es gelungen, Verträge mit Kunden nachzuverhandeln und so positive Preiseffekte zu erreichen. „Insgesamt sehen wir uns auf gutem Weg“, sagte Frick.
Bereits nach sechs Monaten hat das Unternehmen die Gewinnzone wieder erreicht. Unter dem Strich verdiente der Stiftungskonzern nach ZF-Angaben im ersten Halbjahr 122 Millionen Euro. Bei einem Umsatz von 19,3 Milliarden Euro ist das immer noch wenig. Allerdings ist der Nettogewinn von Steuern und vor allem von nach wie vor hohen Zinsaufwendungen für die Konzernschulden belastet. Allein diese drückten das Ergebnis im ersten Halbjahr um 302 Millionen Euro. Operativ, also ohne Zinsen, Steuern sowie Sonder- und Einmaleffekte, fährt ZF fast schon wieder einen Milliardengewinn ein. Nach sechs Monaten summierte sich das angepasste Ebit auf 964 Millionen Euro. An jedem Euro Umsatz verdient ZF damit rund fünf Cent. Diese bereinigte Ebit-Marge hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessert - damals waren es nur 4,3 Cent. Am Ziel ist man damit weiterhin nicht. In der Branche werden operative Margen von sieben oder acht Prozent genannt, ab denen die Firmen........
