Jens Metzger schafft es von der Werkbank in den Plenarsaal: „Das ist schon ein Haufen Geld“
Studienabbrecher? Vom Hörsaal in den Plenarsaal? Noch nie im Leben richtig geschafft? Auf Jens Metzger trifft wenig von dem zu, was jüngeren Politikern – und speziell denen seiner Partei – gerne unterstellt wird. Der 37-Jährige, der seit Mai für die Grünen den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen im Landtag vertritt, hat Politik- und Wirtschaftswissenschaften studiert, im Ausland Erfahrungen gesammelt – und danach noch ein Handwerk gelernt. Sieben Jahre arbeitete er als Schreinergeselle in seiner Heimatstadt Tuttlingen. Im Landtag gehört er damit zu einer kleinen Berufsgruppe.
Mehr Verdienst - aber weniger Ansehen
Politisch allerdings ist Metzger kein Neuling. Er engagiert sich seit langem bei den Grünen, sitzt im Kreis- und Landesvorstand und gehört seit 2024 für die Liste Bürgerbeteiligung und Umweltschutz dem Tuttlinger Stadtrat an. Trotzdem ist der Wechsel in die Berufspolitik ein großer Einschnitt. „Ich bin von einem Beruf mit hohem Ansehen in einen Beruf mit niedrigem Ansehen gewechselt“, sagt Metzger bei einem Gespräch in einem Stuttgarter Café und lächelt. Er verdient nun deutlich mehr, arbeitet aber auch deutlich mehr. Auf 50 bis 60 Wochenstunden komme er, sagt Metzger, einschließlich Abend- und Wochenendterminen. Als Schreiner........
