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Zahlen, Daten, Fakten: Das war die DEL-Hauptrunde, jetzt folgen die Playoffs für die Wild Wings

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16.03.2026

Eishockey, DEL: Der 52. und letzte Spieltag passte aber mal so richtig zur Saison 2025/26 der Wild Wings in der Deutschen Eishockey Liga. Sieben Sekunden fehlten am Ende, um doch Platz acht und damit das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde gegen Wolfsburg zu sichern. Dieser kleine Augenblick entschied allerdings nicht die letzte Hauptrundenpartie der Schwenninger in Mannheim. Das war bereits nach dem 3:0 der Adler in der 36. Minute geschehen.

Wild Wings nutzen ihre Chance nicht

So hofften die Schwäne und ihre Anhänger auf die Schützenhilfe der Augsburger, die die Niedersachsen zu Gast hatten. Lange sah es bei den Panthern gut aus. Bis zu diesem aus Schwenninger Sicht verflixten Moment, als die Grizzlys in Augsburg mit ihrem letzten Angriff und ganz viel Glück - Torschütze Gemel Smith schoss Teamkollege Matt Choupani an und die Scheibe prallte ins Tor - das 5:5 herstellten. Das Unentschieden reichte den Wolfsburgern, um Platz acht zurückzuerobern. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Wir nehmen aber die Energie mit, die wir gegen Mannheim gezeigt haben. Es wird gegen Wolfsburg sicher eine enge Serie, aber wir sind gut vorbereitet“, meinte SERC-Stürmer Philip Feist nach dem so knappen „Zieleinlauf“.

Platzierung spiegelt Saisonleistung wieder

Der neunte Platz für die Wild Wings spiegelt in der Tat das Leistungsvermögen des Teams in der Hauptrunde wider. 72 Punkte hat man geholt, 43 daheim und 29 auswärts. Das sind im Schnitt 1,39 pro Spiel. Schwenningen schoss 147 Tore, nur drei Mannschaften trafen weniger häufig. Mit 157 Gegentoren liegen die Schwaben auf dem achten Platz. 24 Siegen stehen 28 Niederlagen gegenüber. Topscorer ist Kyle Platzer mit 37 Punkten, Top-Torschütze Alexander Karachun mit 21 Treffern. Die meiste Eiszeit hatte Ben Marshall.

Größte Knackpunkte waren die Schusseffizienz von nur 9,92 Prozent, der mangelnde Scheibenbesitz mit nur 26,7 Prozent sowie der miserable Dezember als man neunmal in Folge verlor. Dazu kommt eine mehr als durchwachsene Bilanz gegen die vier schwächsten Teams der Liga. Aus den 16 Partien resultierten 29 von 48 möglichen Punkten, sechsmal ging man als Verlierer vom Eis. Gegen die fünf Top-Teams der DEL gelangen sechs Siege.

Eishockeyhallen waren gefüllt - auch bei den Wild Wings

Insgesamt haben die Neckarstädter ihr sportliches Ziel mit der Qualifikation für die Playoffs erreicht, wirtschaftlich war es eine sehr gute Saison. 124 657 Zuschauer sahen die 26 Heimspiele in der Helios Arena, das ist eine Auslastung von 94 Prozent. Damit liegen die Schwenninger sogar noch einen Prozentpunkt über dem Ligaschnitt.

Dieser liegt bei etwas über 93 Prozent und damit waren die 14 Arenen so gut gefüllt wie noch niemals zuvor in der mehr als 30-jährigen Geschichte der Liga. „Das ist natürlich ein unglaublicher Wert, auf den wir und vor allem unsere Clubs sehr stolz sein können“, sagte Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL. Im Schnitt kamen pro Spiel 7.562 Zuschauer. Den Spitzenwert erreichte dabei Hauptrundensieger Kölner Haie, die mit einem Zuschauerschnitt von 18.112 Besuchern erneut einen Europarekord aufstellten.

Kölner Haie gewinnen Hauptrunde souverän

Den Domstädtern gelang mit 116 Punkten ein souveräner Hauptrundensieg, die zweitplatzierten Mannheimer weisen einen Rückstand von 13 Zählern auf. Am 25. Januar stellten die Haie zudem einen neuen Rekord an aufeinanderfolgenden Siegen auf. 16 Mal in Serie gingen sie als Sieger vom Eis, bevor es zwei Tage später eine Niederlage gegen Frankfurt setzte.

Bester Punktesammler der abgelaufenen Doppelrunde war Evan Barratt von den Nürnberg Ice Tigers mit 65 Scorerpunkten. Den Titel des Torschützenkönigs teilen sich Riley Barber (Ingolstadt) und Liam Kirk (Berlin). Die beste Fangquote weist mit 93,15 Prozent Kölns Janne Juvonen auf.

Wild Wings starten gegen Wolfsburg in die Playoffs

Ab Dienstag werden nun sämtliche Statistiken wieder auf null gestellt. Die Partie Bremerhaven gegen Nürnberg ist der Auftakt in die Playoffs 2025/26. Die Wild Wings beginnen am Mittwoch um 19.30 Uhr in Wolfsburg, tragen ihr Heimspiel dann am Freitag um 19 Uhr aus. Sollte es zu Spiel drei der Best-of-Three-Serie kommen, findet dies ab Sonntag um 16.30 Uhr wieder in Wolfsburg statt.

Vom Viertelfinale an wird dann in einer „Best-of-Seven-Serie“ ermittelt, es braucht also vier Siege. Anders als noch in der Hauptrunde wird in den Playoffs mit „fortlaufender Overtime“ im Modus Fünf-gegen-Fünf gespielt. Sollte es nach der regulären Spielzeit unentschieden stehen, wird eine 20-minütige Verlängerung gespielt. Dabei gilt das Prinzip „Sudden Death“ – wer das erste Tor schießt, hat das Spiel gewonnen. Wenn die 20 Minuten torlos verlaufen, gibt es eine Pause von 15 Minuten und anschließend erneut 20 Minuten nach demselben Prinzip.

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