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Was die Insel Reichenau mit dem Weltfrieden zu tun hat

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01.06.2026

Nach alter Tradition haben mehrere hundert Gläubige am Montag, 1. Juni, den höchsten Reichenauer Inselfeiertag begangen, das Heilig-Blut-Fest. Darunter waren auch erstmals Johannes Brandt, der leitende Pfarrer der neuen großen Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit, sowie eine Delegation des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem aus ganz Deutschland.

Abt Michael Reepen von der Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach hielt erstmals die Festpredigt an einem der drei besonderen Inselfeiertage, die auf die große Klosterzeit zurückgehen und zu denen auch das Markusfest und Mariä Himmelfahrt gehören. Er appellierte an die Gottesdienstbesucher im Münster, Einheimische wie Gäste und Pilger, „dass durch uns etwas mehr sichtbar wird vom Frieden Gottes in der Welt“.

Abt Michael meinte in Anlehnung an ein britisches Gedicht, man könne einen Atlas irgendwo aufschlagen, mit dem Finger über die Seiten streichen und fragen: Wo tut es weh? Wo fließt Blut? Die Antwort sei: „Überall in der Welt.“ In der Ukraine, im nahen Osten und in allen anderen unsäglichen Kriegen.

Gott als Ausweg aus der Machtlosigkeit

Bei all diesem Leid könne einem das Herz bluten, man fühle sich machtlos, meinte der Abt, aber: „Wir haben einen Gott, der weiß, wie es........

© Südkurier