75 Jahre Waldsiedlung Reichenau: Wie aus Fremden eine vereinte Dorfgemeinschaft wurde
Mit einer Festwoche wird Ende September/Anfang Oktober das 75-Jahr-Jubiläum der Reichenauer Waldsiedlung gefeiert. Mit Grußworten und Rückblicken, aber auch mit Unterhaltungsprogramm, Livemusik, Party und Seniorennachmittag. Es soll ein Fest für alle Generationen werden – möglich gemacht durch die vier Waldsiedler Vereine, die das Ganze initiiert und organisiert haben, wie Hans-Jürgen Penkert, der Vorsitzende des Fußballvereins FSV, und Britta Sauer-Böhm vom Narrenverein Pfaffenmooser erklären. „Wir haben ,Hier!‘ geschrien und gesagt, dass wir es machen“, so Sauer-Böhm schmunzelnd.
Wobei man die Initiative laut Sauer-Böhm auch übernahm, weil zwischen der Grundidee und der Umsetzung der Bürgermeisterwechsel anstand. „Der neue Bürgermeister hat ja vielleicht erst mal anderes zu tun.“ Aber die Gemeinde trage die Feierlichkeiten mit. Schon Ex-Bürgermeister Wolfgang Zoll habe ein Budget zugesagt, so Tobias Menk, Kassierer des Siedlervereins.
Gemeinderat steht voll hinter dem Jubiläum
Kerstin Sauer von den Pfaffenmoosern, selbst Ratsmitglied, betont, dass der Gemeinderat voll dahinterstehe. Und auch der neue Bürgermeister Philipp Stolz sei schon in einer der Sitzungen des Jubiläums-Komitees der vier Vereine gewesen und habe seine Unterstützung zugesagt.
Es ist natürlich in vielen Dörfern so, dass Vereine Veranstaltungen organisieren. Doch in der Waldsiedlung spielten sie eine noch wichtigere Rolle bei der Entstehung einer Gemeinschaft. Denn als nach dem Zweiten Weltkrieg Heimatvertriebene aus ehemals deutschen........
