Zwischen Schock und Neuorientierung: Die FDP ist auf der Suche nach ihrem Kurs
Nein, Juliane Becker ist nicht in der Versenkung verschwunden. Obwohl sie als FDP-Landtagskandidatin in Stuttgart am 8. März 2026 die gleiche desaströse Niederlage erlebt hat wie die gesamte und inzwischen öffentlich nahezu verstummte außerparlamentarische Südwest-FDP. „Ich war traurig, fassungslos und wütend“, so Becker. Sie hat aber weiterhin eine öffentlich vernehmbare Stimme. Die Stuttgarter Lehrerin ist seit Langem stark präsent in den sozialen Medien, äußert ihre Meinung prononciert zu politischen Fragen – aber auch zu zutiefst persönlichen.
Ein Münsinger soll den FDP-Landesvorsitz übernehmen
Sie hat viele tausende Follower, bekommt viel Resonanz. Sie könnte doch die Frage am ehesten beantworten, wie es die außerparlamentarische FDP schafft, sichtbar zu bleiben. Etwa durch professionelle Präsenz in Social Media? Becker rät zunächst mal zu einem Detail der Postings in Social Media: „Weniger und klügere Kacheln. “ Aber es gebe nicht die einfache Lösung. Becker weiter: „Wir müssen unsere Wähler ernster nehmen.“ Ihr Rezept: „Ich höre etwas, spreche mit den Menschen und daraus entwickelt sich mein Schreiben. Die Politik sollte das auch machen, denn Zuhören ist schon mal wichtig.“
Beim Parteitag am 26. September wählt die Südwest-FDP in Balingen eine neue Führung. Bei der Mitgliederbefragung in Sachen Landesvorsitz konnte der favorisierte Europaabgeordnete Andreas Glück aus Münsingen seinen jungen weitgehend unbekannten Herausforderer aus Karlsruhe, Sean Braun von Stumm, nur mit Mühe auf den........
