Pharma-Schock in der Region und mysteriöse Brunzi-Points am Bodensee: Der Wochenrückblick
Takeda, Curevac, Novartis – schwarze Pharma-Tage für Baden-Württemberg
Sie ist eines der wichtigsten Industriestandbeine der Region: die Pharma-Branche. 138 Arzneimittelhersteller mit knapp 40.000 Beschäftigten machen Baden-Württemberg zum Standort Nummer eins. Doch nun gerät die sogenannte „Apotheke Deutschlands“ ins Straucheln, denn in dieser Woche hagelt es verheerende Nachrichten von gleich drei Pharmaschwergewichten im Südwesten.
Takeda in Singen sollte zur globalen Drehscheibe für die Versorgung mit dem Dengue-Impfstoff werden – doch glaubt man Insidern, knarzt es seit Jahren beim Hochfahren der Produktion. Gleichzeitig wird die Herstellung anderer Präparate zurückgefahren und Takeda verkauft nun sein in Singen gefertigtes Magenmittel Riopan an einen Konkurrenten. Das bedeutet im Klartext: 150 bis 200 Jobs sind hier in Gefahr. Noch düsterer sind die Aussichten für Pharma-Beschäftigte am Hochrhein, denn dort ist das Aus für einen kompletten Standort bereits beschlossene Sache. Novartis will sein Werk in Wehr bis voraussichtlich Ende 2028 schließen, 220 Arbeitsplätze fallen weg. Und Biontech macht Werke dicht und streicht 1900 Stellen, 800 davon am ehemaligen Curevac-Hauptquartier in Tübingen. Drei Hiobsbotschaften von drei verschiedenen Firmen an drei verschiedenen Standorten – doch sie alle zeigen dasselbe grundlegende Problem.
Forscher finden heraus, was dem Felchen im Bodensee helfen........
